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Weniger Wettbewerbsvorteile für die Großen STR / AFP / picturedesk.com

Höhere Lohnkosten und starker Dollar haben haben China erheblich verteuert.

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Höhere Lohnkosten und starker Dollar haben haben China erheblich verteuert.

Redaktion 14.07.2016

Weniger Wettbewerbsvorteile für die Großen

Textilbranche: Invertos "Global News Bites" zur Entwicklung und Beurteilung globaler Beschaffungsmärkte.

 KÖLN. In ihrem aktuellen Newsletter berichtet das Beratungsunternehmen Inverto, ein Spezialist für strategischen Einkauf und Supply Chain Management, über die wirtschaftliche, politische und soziale Situation in den wichtigsten Beschaffungsländern der Textilindustrie. Zum ersten Mal wurden auch Bulgarien, Indonesien, Kenia, Mauritius, Sri Lanka und Portugal betrachtet, denn Europa und Afrika rücken als Alternativen zu Asien immer stärker in den Fokus.

Da die bekannten Größen der Textilproduktion – wie China – aufgrund von Lohnsteigerungen und einem starken US-Dollarkurs Wettbewerbsvorteile einbüßen, ist es für Unternehmen wichtig auch andere textilproduzierende Länder im Blick zu haben. Zu den bisher in den Global News Bites betrachteten Ländern Bangladesch, Indien, Kambodscha, Myanmar, Pakistan, Vietnam, Ägypten, Äthiopien, Marokko, Tunesien, Türkei und China sind daher die Länder Bulgarien, Indonesien, Kenia, Mauritius, Sri Lanka und Portugal hinzugekommen.

Alternativen
Eine Alternative zu China könnte die Beschaffung direkt aus Europa darstellen: die Nähe zum Absatzmarkt ist ein Vorteil, das Währungsrisiko ist reduziert. Neben Europa geht der Blick auch verstärkt nach Afrika. Das produzierende Gewerbe steht hier im Vergleich zu gängigen Beschaffungsländern zwar noch am Anfang, jedoch ist die Kostenstruktur in der Herstellung im Vergleich zu Asien günstiger. Ein Grund, warum chinesische Produzenten vermehrt überlegen, den kostenintensiven Part der Produktion zum Beispiel nach Äthiopien zu verlagern.
 
Global Sourcing Index
Im kostenlosen Newsletter von Inverto wird die allgemeine Wirtschaftslage eines jeden Landes analysiert und die aktuelle Situation der Textilwirtschaft sowie besondere politische, soziale Entwicklungen betrachtet. Darüber hinaus werden die Top Warenexporte der einzelnen Länder aufgeführt. Der Global Sourcing Index liefert eine zusammenfassende Beurteilung der Länder anhand der Standortfaktoren Qualität, Logistik, soziale Standards und Kommunikation. Dabei umfasst der Parameter Qualität die Rohstoffqualität und -verfügbarkeit, Investitionen in Maschinen, technische Verfahren wie Textildruck und -färbung sowie Ausbildung der Arbeiter vor Ort. Der Faktor Logistik bewertet die bestehende Infrastruktur sowie die Qualität der Transportwege.

Die Beurteilung der Standards berücksichtigt die Situation der einzelnen Länder hinsichtlich sozialer und politischer Rahmenbedingungen sowie Konventionen des jeweiligen Landes. Außerdem wird das Lohnniveau geprüft sowie Einfuhrbeschränkungen und Freihandelsabkommen. Das Bildungsniveau, Sprachkenntnisse vor Ort, Stabilität von Telekommunikation und Internet sowie die Erfahrung in der Zusammenarbeit mit westlichen Kunden werden unter dem Punkt Kommunikation betrachtet und bewertet. Des Weiteren geben die Global News Bites eine Übersicht über die Preisentwicklung der wichtigsten textilen Rohstoffe Wolle, Baumwolle, Nylon und Polyester.

Interessenten können sich die aktuellen „Globale News Bites“ hier kostenlos herunterladen: http://www.inverto.com/publikationen/global-news-bites-newsletter/ (red)

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