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Ein Blick auf den Wiener Büromarkt © EHL (3)

Palais ­Herberstein Im großen gründerzeitlichen Zinshaus in der Inneren Stadt (1010 Wien, Ecke Michaelerplatz/Herrengasse) gab es eine der größten Vermietungen der letzten Wochen.

© EHL (3)

Palais ­Herberstein Im großen gründerzeitlichen Zinshaus in der Inneren Stadt (1010 Wien, Ecke Michaelerplatz/Herrengasse) gab es eine der größten Vermietungen der letzten Wochen.

PAUL CHRISTIAN JEZEK 01.04.2016

Ein Blick auf den Wiener Büromarkt

Die Durchschnittsmieten steigen erstmals seit Jahren, und es wurden heuer bereits mehrere namhafte Vermietungen realisiert.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Der Büromarkt präsentierte sich im ersten Quartal 2016 sehr aktiv, und bereits zu Jahresbeginn konnten mehrere namhafte Anmietungen mit mehr als 1.000 m2 Bürofäche abgeschlossen werden.

Auch für das Gesamtjahr sind die Perspektiven positiv: Im soeben veröffentlichten „Wiener Büromarktbericht Frühjahr 2016” von EHL Immobilien wird eine Steigerung der Vermietungsleistung auf 230.000 m2 prognostiziert, was einem Anstieg von 15% gegenüber dem Vorjahreswert von 200.000 m2 entsprechen würde.

Höhere Durchschnittsmieten

Zu den größten Vermietungen in den letzten Monaten zählen u.a. die von EHL vermittelten Vermietungen von 8.500 m2 Bürofläche an die Österreichische Akademie der Wissenschaften in einem Bestands­objekt in der Hollandstraße sowie 1.200 m2 an die Rechtsanwaltskanzlei Knötzl, Haugeneder, Netal im Palais Herberstein.

„Neben der starken Vermietungsleistung verdeutlicht auch der Anstieg der Durchschnittsmieten die gute Entwicklung am Wiener Büromarkt”, sagt Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien. Diese steigen 2016 erstmals seit Jahren wieder an und zwar von 13 auf 14 €/m2.
Mittelfristig werden die Durchschnittsmieten noch weiter zulegen, da ab 2017 hochwertige ­Objekte wie Denk 3, messecarree wien, QBC – Quartier Belvedere Central, The Icon Vienna oder Square Plus auf den Markt kommen. Flächen in diesen Objekten werden zwischen 15 und 20 €/m2 angeboten.

Heuer: knappe Flächen

2016 ist der Büromarkt wegen der außergewöhnlich niedrigen Neubauleistung von nur 60.000 m² noch von einer Verknappung bei verfügbaren, neuen Großflächen geprägt; erst 2017 werden insgesamt wieder ca. 150.000 m2 Büroflächen fertiggestellt werden.

„Daher eröffnen sich heuer besonders gute Vermarktungschancen für hochwertige, renovierte Zweitbezüge”, erklärt Alexandra Ehrenberger, Leiterin Market Research bei EHL. „Große, zusammenhängende Flächen in neuen Objekten gibt es derzeit kaum, aber es gibt mehrere, wenige Jahre alte Objekte wie das Green Worx in der Lassallestraße, das space2move in der Muthgasse oder das Euro Plaza am Wienerberg, in denen entsprechende Flächen in bester Qualität vorhanden sind.”
Diese Objekte werden hochwertig nach mieterspezifischen Wünschen renoviert und profitieren von ihrer zentralen Lage in den Büroclustern Wiens, moderner Flächengestaltung und oftmals auch niedrigen Betriebskosten durch ökologische und energieeffiziente Bauweise.

Impulse für Investmentmarkt

Auch am Investmentmarkt sind Büroimmobilien nach wie vor sehr stark gefragt. Insbesondere im Core-Segment sind aktuell nur ganz wenige Objekte verfügbar, sodass Investoren auch wegen der niedrigen Fertigstellungsleistung zusehends auf Bestandsobjekte und Forwards ausweichen.

Diese Produktenge sowie das historisch niedrige Zinsniveau haben die Spitzenrenditen gegenüber dem Vorjahr um weitere 0,5% auf 4,25% sinken lassen.

Neue Objekte im nächsten Jahr

Die zahlreichen, ab 2017 auf den Markt kommenden Objekte werden jedenfalls auch dem Investmentmarkt wichtige Impulse geben.

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