REAL:ESTATE
So geht „smart wohnen” wirklich © HD Architekten (2)

Gute Lage Die U 3- Station „Zippererstraße” am Hyblerpark ist 200 m entfernt. Panorama- und Medwedweg führen binnen 300 m zur Gasometer- City mit der weiteren U 3-Station „Gasometer”.

© HD Architekten (2)

Gute Lage Die U 3- Station „Zippererstraße” am Hyblerpark ist 200 m entfernt. Panorama- und Medwedweg führen binnen 300 m zur Gasometer- City mit der weiteren U 3-Station „Gasometer”.

PAUL CHRISTIAN JEZEK 17.03.2017

So geht „smart wohnen” wirklich

Dank umweltfreundlicher Technologien kann immer umweltbewusster gebaut bzw. saniert werden.

••• Von Paul Christian Jezek

WIEN. Smart City ist in aller Munde – speziell die miteinander verknüpften Bereiche Gebäude, Infrastruktur, Energie und Mobilität, inklusive der Informationstechnologien. Erneuerbare Quellen kommen zunehmend zum Einsatz.

Smart wohnen ist dabei eine architektonisch kreative Herausforderung, um die begrenzte Wohnfläche ohne Qualitätsverlust zu errichten. Denn kleinere Wohneinheiten sind leistbarer, müssen aber trotzdem ein gutes Wohngefühl, verbunden mit hoher sozialer Qualität, vermitteln.
Die speziellen Charakteristika von smartem Wohnen lassen sich am Beispiel des Projekts Zipperer-straße im 11. Wiener Gemeindebezirk veranschaulichen.
Basierend auf dem städtebaulichen Leitprojekt von Lorenz Ateliers, wurde bei diesem Projekt für 136 Wohnungen, inklusive 91 Smart-Wohnungen plus viergruppiger Kindergarten vom Architekturbüro HD Architekten, in Zusammenarbeit mit Lorenz Ateliers eine Mäanderstruktur zur bewussten Öffnung und auch Schließung der Bebauung zum Umfeld hin gewählt.
Ziel dabei ist die Verzahnung und Vernetzung der angrenzenden Grünräume mit dem geplanten Freiraum der Wohnanlage, der teilweise als verwilderter Garten angelegt ist. Das gesamte Wegenetz ist barrierefrei, über einen zentralen Vorplatz sind alle drei Häuser sowie der Kindergarten zu erreichen. Aspekte wie Sicherheit durch Transparenz, hohe Alltagstauglichkeit für Familien und eine soziale Durchmischung innerhalb der Anlage durch einen Mix verschiedener Wohnungskategorien bilden die Grundlage der städtebaulichen Konzeption.
Die Smart-Wohnungen mit zwei und drei Zimmern zeichnen sich durch einen kompakten, flächenoptimierten Grundriss aus, der eingeschossig und funktional ist sowie private Freiräume umschließt. Küchen und Bäder liegen teilweise an der Fassade und sind dadurch natürlich belichtet. Durch die Stiegenhäuser und „Lichtbrunnen” wird eine helle Innenerschließung erreicht, die ein hohes Sicherheits-gefühl ermöglicht.

Gut gemischt

Die Durchmischung der unterschiedlichen Wohnungstypen – Smart-Wohnungen und konventionelle Wohnungen – innerhalb der gesamten Wohnanlage schafft die Voraussetzung für die Inklusion aller Bewohner. Die Wohnanlage umfasst auch halbprivate Bereiche, wie Gemeinschafts- und Kinderspielräume, Waschsalons und einen großen gemeinschaftlichen Freibereich mit Kinderspielzonen. In zentraler Lage befindet sich der Sitz des Hausbetreuers.

Der gemeinschaftliche Garten greift den vorhandenen, ruderalen Charakter des Areals auf – mit Obst- und Weinspalieren im „wilden Garten”, der mit Sitznischen Rückzugs- und Kommunikationszonen bietet.
Wildrosen sorgen für Raumstrukturierung und unterstützen die Nischenbildung. Im Garten befindet sich auch eine verwilderte Spielzone, die von einem bespiel­baren Wall geschützt wird.

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL