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Aufbruchstimmung bei der Weltleitmesse © Koelnmesse (2)

Trotz eines Rückgangs von 170.000 auf 70.000 ­Besucher und von 7.500 auf 4.600 Aussteller kann die Anuga 2021 als Erfolg gewertet werden. Die nächste Aus­gabe der Messe findet von 7. bis 11. Oktober 2023 statt.

© Koelnmesse (2)

Trotz eines Rückgangs von 170.000 auf 70.000 ­Besucher und von 7.500 auf 4.600 Aussteller kann die Anuga 2021 als Erfolg gewertet werden. Die nächste Aus­gabe der Messe findet von 7. bis 11. Oktober 2023 statt.

Redaktion 22.10.2021

Aufbruchstimmung bei der Weltleitmesse

70.000 Besucher aus 169 Ländern pilgerten zur Anuga 2021 in Köln – trotz deutlichem Rückgang gegenüber 2019 ein starkes Comeback.

••• Von Paul Hafner

KÖLN. Die Ausgangslage war eine undankbare: Die letzte Anuga vor zwei Jahren, bei der obendrein das 100-jährige Jubiläum der Weltleitmesse für Lebensmittel und Getränke gefeiert wurde, geriet zum großen Erfolg und brachte einen Aussteller- und Besucherrekord. Anders als anderen Messen blieb der Anuga durch ihren zweijährlichen Turnus eine coronabedingte Absage erspart, doch war die Euphorie im Vorfeld der diesjährigen Ausgabe merklich gebremst.

Viele der regelmäßigen Aussteller hatten im Vorfeld abgesagt – einigen Herstellern fehlte coronabedingt das Budget für einen eigenen Stand, andere scheuten die Messe (trotz ausgeklügeltem Sicherheits- und Hygienekonzept) zwecks Vermeidung des Ansteckungsrisikos.
Im Angesicht der gedämpften Erwartungen geriet die Messe letztlich im Anbetracht der Umstände zum überraschenden Erfolg: Über 4.600 Aussteller (Auslandsanteil: 92%) und 70.000 Fachbesucher aus 169 Ländern (Auslandsanteil: 76%) lassen von einem gelungenen Comeback sprechen.

Veranstalter erleichtert

„Wir freuen uns sehr über dieses Ergebnis. Dies unterstreicht die globale Bedeutung der Anuga und das Vertrauen, das uns als Messegesellschaft entgegengebracht wird. Es zeigt zudem, dass der Messeplatz Deutschland weiterhin führend und attraktiv im globalen Wettbewerb ist”, fiel die Bilanz von Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der veranstaltenden Koelnmesse GmbH, durchwegs positiv aus.

Auch der hybride Ansatz – parallel zur Vor-Ort-Veranstaltung war erstmals virtuell die „Anuga @home” abgehalten worden – hätte „sehr gut funktioniert” und „großen Zuspruch” gefunden. Man habe so „vor allem denjenigen, die nicht zur Messe reisen konnten”, eine gute Möglichkeit bieten können, „sich über Fachthemen zu informieren und intensives Networking zu betreiben”.

Österreichische Präsenz

Auch Österreich war stark vertreten und brachte es in Summe auf über 70 Aussteller, das Gros davon auf den Advantage Austria-Gemeinschaftsständen – darunter neben Industriegrößen wie Berglandmilch, Nöm, Marcher, Egger und Spitz auch das Marktforschungs-Start-up go2market und Verpackungsdesign-Spezialist derPfeil. Mit großem eigenen Stand vertreten und gut besucht zeigte sich auch Marmeladen-Marktführer Darbo, der sich in den vergangenen Jahren stark am deutschen Markt etablieren konnte.

Die Anuga in Köln sei eine „hervorragende Gelegenheit” gewesen, „um mit Herstellern, Importeuren und Großhändlern in Austausch zu treten”, resümierte Walter Scherb, Geschäftsführer der Spitz-Unternehmensgruppe, zufrieden. Der Lebensmittelproduzent aus Attnang-Puchheim hatte bei der bei Anuga u.a. seine neuen High-Protein-Saucen vorgestellt und für die Sonderschau „Taste the Future” eingereicht.
Mit Ende der Anuga ist die Anuga @home für Fachbesucher weiter online on demand verfügbar; die nächste Anuga findet von 7. bis 11. Oktober 2023 statt.

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