RETAIL
Aufreger Plastik
christian novacek 01.03.2019

Aufreger Plastik

Plastik ist das neue Böse – muss man da mitmachen oder darf man das als Hype begreifen?

Die Finstere Brille ••• Von Christian Novacek

FEHLVERHALTEN. Ich kauf in letzter Zeit öfters bei Spar. Gibt einige Gründe für. Der letzte, im Sinne von mehr least als last, sind für mich die Plastiksackerl. Die gibt's dort, in ent-radikalisierter Form, also irgendwie beinah umweltfreundlich quasi. Den vorwurfsvollen Blick der Kassierin, während sie meine Sackerl zählt, halte ich aus. Und könnte sein, dass ihr Vorwurf bloß darin begründet ist, dass sie das nachzählen muss. Zehn Stück bis dato. Ich kann mir aber vorstellen, auf 20 zu erhöhen. So ernst, wie die Plastikmülldiskussion derzeit geführt wird, ist entschlossenes Handeln angesagt!

Warum, warum nur, warum? Also, spekulieren will ich damit nicht. Zwar halte ich eine Wertsteigerung um ein paar hundert Prozent für realistisch, aber für lohnende Mengen müsste ich einen Container mieten und da frisst infolge die Miete den Gewinn. Ergo beschränke ich mich auf Eigenbedarf von wegen Restmüll und praktisch.
Zweitens ist eine Menge meiner Lieblingsgegenstände aus Plastik, allen voran MacBook-Tastatur und PS 4-Controller, ich empfinde hier grundlegend Sympathie. Und drittens: Das Mikroplastik, das ich mir im Verbund mit Getränken seit ungefähr zwei Jahrzehnten reinschütte – daran stößt sich ja offenbar niemand, oder?!

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