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Bei Tengelmann läuft es unrund © APA/dpa/Roland Weihrauch

Täuschend ruhig: Tengelmann-Zentrale im deutschen Mühlheim an der Ruhr.

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Täuschend ruhig: Tengelmann-Zentrale im deutschen Mühlheim an der Ruhr.

Redaktion 30.10.2020

Bei Tengelmann läuft es unrund

Christian Haub, Bruder des verschwundenen Karl Erivan Haub, legt Angebot zur Übernahme der Firmenanteile vor.

MÜHLHEIM. Die Milliardärs­familie Haub hat sich nach Auseinandersetzungen auf einen neuen Beirat für die Tengelmann-Gruppe geeinigt. Das bestätigten diese Woche Sprecher beider Seiten. Betont wurde, dass mit diesem Schritt die Funktionsfähigkeit der Tengelmann-Gruppe, zu der hierzulande die Baumarktkette Obi und der Textildiscounter Kik gehören, gesichert sei.

Kampf um Milliarden

Hintergrund des Familienkonflikts: Karl-Erivan Haub, einer der reichsten Deutschen, war am 7. April 2018 allein zu einer Skitour aufgebrochen und nicht mehr zurückgekehrt. Seit seinem Verschwinden schwelt im Familienimperium ein Kampf um Macht und Milliarden. Mittlerweile hat Bruder Christian in der Unternehmensgruppe die alleinige Geschäftsführung übernommen. Er hatte der Ehefrau seines verschwundenen Bruders, Katrin Haub, zuletzt 1,1 Mrd. € für die Firmenanteile des Verschollenen angeboten. Zu wenig?

„Wir haben nochmals klargestellt, dass unsere Familie nicht aus dem Unternehmen ausscheiden will”, heißt es nämlich seitens Familie Karl-Erivan Haub. Sie warte auf ein „faires Angebot zur Übernahme”. (red/APA)

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