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Beruf und Sport: (Un)vereinbar? © Nadine Rupp

Sportreport 2019Mathias Boenke (l.), Vorstand von Intersport Deutschland, und Thorsten Schmitz, Geschäftsführer Intersport ­Austria, präsentierten die Studie gemeinsam in Leogang.

© Nadine Rupp

Sportreport 2019Mathias Boenke (l.), Vorstand von Intersport Deutschland, und Thorsten Schmitz, Geschäftsführer Intersport ­Austria, präsentierten die Studie gemeinsam in Leogang.

Redaktion 20.09.2019

Beruf und Sport: (Un)vereinbar?

Der große Intersport Sportreport 2019 bezeugt den Wunsch nach einer besseren Work-Life-Sport-Balance.

LEOGANG/WELS. Die Vereinbarkeit von Beruf und Sport wird von vielen als schwierig wahrgenommen - und der Missstand wird immer mehr zum Thema: Das ist die zentrale Botschaft der groß angelegten „Sportreport 2019”, einer Marketagent.com-Studie im Auftrag von Intersport.

Laut der im Auftrag von Intersport im Länderverbund mit Österreich, Deutschland, der Slowakei, Tschechien und Ungarn durchgeführten Studie mit 1.000 Befragten pro Land gelingt der Spagat zwischen Beruf, Familie und Sport nur den Wenigsten.

Österreich hinkt nach

Rund 72% der Österreicher kommen aufgrund ihres vollen Terminkalenders und familiären Verpflichtungen nicht dazu, Sport (im erwünschten Maß) auszuüben – deutlich mehr als in den Nachbarländern (Slowakei 50%, Tschechien 53%, Ungarn 59%).

Zwei von drei sportwilligen Österreichern werfen ihre Pläne für Sport am Abend aufgrund mangelnder Motivation über Bord – auch dieser Wert liegt deutlich über jenem der Vergleichsländer.
Zwei von drei österreichischen Unternehmen sehen kein entsprechendes Angebot im Betrieb vor, das die Bewegung und Gesundheit der Mitarbeiter fördert. Dabei könnte sich mehr als die Hälfte der befragten Österreicher durchaus vorstellen, an einem Sportprogramm des Unternehmens teilzunehmen - wenn es denn eines gäbe.

Das Bewusstsein ist da

Annähernd jeder Österreicher wünscht sich sportlich aktive Kinder (93%), und auch generell befinden neun von zehn, dass es wichtig sei, Sport im Freien zu betreiben. Das Bewusstsein ist also gegeben, und auch die Sehnsucht, in der Natur zu sporteln, verspüren 86% – allein, es scheint ein Ding der Unmöglichkeit, Beruf, Familie und Sport unter einen Hut zu bekommen.

„Was mir Sorgen macht, ist, dass sich heutzutage sehr viele Menschen in der Work-Life-Balance gefangen fühlen und es auch für die Kinder immer schwieriger wird, ihnen ausreichend Sportmöglichkeiten zu bieten”, kommentierte Intersport Austria-Geschäftsführer Thorsten Schmitz den Report.

Sportvorlieben

Aller Mühe zum Trotz machen zwei Drittel aller Österreicher zumindest einmal wöchentlich Sport, jeder Dritte sogar mehrmals. Nur fünf Prozent machen nie Sport. Die häufigsten Motive fürs Sporteln sind die Verbesserung der Gesundheit, Freude an der Bewegung, das Aufhalten in der Natur und der Stressabbau.

Während bei den Männern das Radfahren die beliebteste Sportart ist (52,3%), gehen Frauen am liebsten schwimmen (53,2%). Bevorzugt wird zwischen 18 und 21 Uhr gesportelt. (red)

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