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Billa schickt jetzt die Regionalscouts raus © Billa/Robert Harson

Michael Haraszti.

© Billa/Robert Harson

Michael Haraszti.

Redaktion 27.08.2021

Billa schickt jetzt die Regionalscouts raus

Unter dem Titel „is’ heimisch” startet die Regional-Offensive, die auch mit neuen Regional-Scouts im Einkauf arbeitet.

WIENER NEUDORF. Gütesiegel liegen im Trend und Rewe entspricht dem im Rahmen des aktuell möglicherweise größten Trendthemas: der Regionalität. Mit der Offensive unter dem zupackenden Titel „is’ heimisch” gibt es nun eine einfache, klare Kennzeichnung für lokale, regionale und österreichische Produkte. Die wichtigsten Schlagworte dazu lauten: Lokal (max. 30 km rund um den Markt), regional (jeweiliges Bundesland), österreichisch.

Regionale Sichtbarkeit

Mehr als 25.000 heimische Artikel von über 2.500 regionalen und lokalen Lieferanten gibt es derzeit bei Billa und Billa Plus. Bei der Initiative geht es nun nicht nur darum, diese Zahl weiter hochzujazzen, vielmehr steht im Vordergrund, österreichische, regionale und lokale Produkte mit dem gut sichtbaren Hinweis „is’ heimisch” sichtbarer zu machen.

Zusätzlich umfasst die Kennzeichnung, ob ein Produkt österreichisch, regional oder lokal ist. „Wir machen als erster Lebensmittelhändler Lokalität und Regionalität in unseren Billa- und Billa Plus-Märkten sichtbar und vor allem nachvollziehbar”, sagt dazu Billa-Vorsitzender Marcel Haraszti.
Ist ein Lebensmittel mit „lokal” gekennzeichnet, ist der Lieferant maximal 30 km vom Markt entfernt; regional bedeutet, das Produkt stammt aus dem Bundesland. Desgleichen werden Produkte aus Österreich (also außerhalb des jeweiligen Bundeslandes, aber innerhalb von Österreich erzeugt) klarer gekennzeichnet sein.

Von wegen Hochjazzen: Um künftig mehr heimische Produkte in die Regale zu bringen und kleinen österreichischen Produzenten eine Bühne zu bieten, setzt Billa auf Regional-Scouts im Einkauf. Die sollen den kongenialen Hebel bilden, um insbesondere kleine Lieferanten in den Lebensmitteleinzelhandel zu hieven.

Und weil nicht jeder lokale Lieferant die Produktmenge hat, um 100 Billas zu beliefern, ist es möglich, nur einen oder zwei Märkte zu bedienen. Hierfür wurde ein neues Konzept geschaffen: die Lokalpartnerschaften. „Billa ist zwar ein großes Unternehmen, aber wir begegnen auch unseren kleinsten Partnern auf Augenhöhe. Deshalb haben wir die ‚Lokalpartnerschaften' ins Leben gerufen”, erklärt Haraszti. Und weiter: „Wir bieten den kleinen Produzenten damit eine zusätzliche Vertriebsmöglichkeit zum Ab-Hof-Verkauf, Präsentationen und Verkostungen am POS, Workshops zu relevanten Themen wie Logistik, Verpackung, Markenpositionierung und Preisgestaltung sowie spezielle Vertragsbedingungen. Damit es für sie einfacher ist, ihre Produkte in unsere Regale zu bringen.”

Beispiele aktuell gelebter Realität wären Erdäpfel aus der Lobau, burgenländische Wassermelonen oder Fruchtsäfte von Kärntner Lieferanten. „Wir sind stolz auf so viel Regionalität und Lokalität. Damit stärken wir die österreichische Wertschöpfung, bieten heimischen Produzenten eine noch größere Bühne und vor allem unseren Kunden noch mehr ‚Österreich' in unseren Regalen”, so Haraszti. (nov)

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