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Bio-Check bei Tee © Greenpeace/Mitja Koba

Greenpeace hat das Tee-Sortiment der Supermärkte unter die Lupe genommen – mit erfreulichem Ergebnis.

© Greenpeace/Mitja Koba

Greenpeace hat das Tee-Sortiment der Supermärkte unter die Lupe genommen – mit erfreulichem Ergebnis.

Redaktion 29.01.2021

Bio-Check bei Tee

Der Greenpeace-Marktcheck zeigt: 48 Prozent der Kräuter- und Früchtetees im Supermarkt in Bio-Qualität.

WIEN. Während der kalten Jahreszeit hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace das Tee-Sortiment der Supermärkte unter die Lupe genommen. Das erfreuliche Ergebnis: Rund die Hälfte aller analysierten Kräuter- und Früchtetees sind bio.

Anhand eines Warenkorbs mit zehn Bio-Produkten wurde zudem auch die Herkunft der Tees abgefragt – mit Ausnahme der österreichischen Bio-Produkte fehlt bei rund 80% der Teesorten der Hinweis auf das Herkunftsland. Interspar belegt beim Marktcheck den ersten Platz und bekommt von Greenpeace ein „Sehr Gut”.

Große Auswahl

Von der österreichischen Bundesregierung fordert Greenpeace eine klare Kennzeichnungspflicht. „Wer bei Tee auf bio setzt, kann sich in den Supermärkten über eine große Auswahl freuen. Fast die Hälfte aller Kräuter- und Früchtetees erfüllen diesen hohen Standard”, sagt Lisa Panhuber, Konsumexpertin bei Greenpeace in Österreich.

Im Schnitt sind 72 Kräuter- und Früchtetees bei den bewerteten Supermärkten erhältlich, davon sind 48% aller Produkte nach strengen Bio-Richtlinien produziert. Verbesserungsbedarf sieht Greenpeace jedoch bei der Herkunft der Zutaten für Bio-Tees, die anhand eines von Greenpeace definierten Warenkorbs mit zehn Produkten abgefragt wurde: Zehn Prozent kommen laut Angaben aus der EU, weitere 23% sogar von außerhalb des EU-Raums. Bei 46% hat Greenpeace keine Informationen erhalten. Nur 21% der Zutaten sind mit Österreich als Herkunftsland eindeutig gekennzeichnet.

Mehr Klarheit gefordert

„Aus welchen Ländern die Zutaten für unsere Tees stammen, ist oft ein Rätsel. Das gilt auch für viele Produkte, die auf ihren Verpackungen mit rot-weiß-roten Hinweisen mit Heimat werben. Auch hier kommen die Rohstoffe oft aus dem Ausland”, so Konsumexpertin Panhuber.

Seit 1. April des Vorjahres ist zwar eine neue gesetzliche Regelung zur Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln in Kraft; diese zeige aber aufgrund vieler Ausnahmeregelungen und unkonkreter Formulierungen wenig Wirkung. „Aktuell hat man beim Einkauf oft keine Chance, zu erkennen, woher die Zutaten stammen.” (red)

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