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Black Friday füllt die Handelskassen … © APA/AFP/Tolga Akmen

Am Ende des heurigen Jahres wird der E-Commerce-Anteil am gesamten Einzelhandelsumsatz erstmals mehr als elf Prozent erreichen – zulasten des stationären Handels, speziell in Corona-Zeiten.

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Am Ende des heurigen Jahres wird der E-Commerce-Anteil am gesamten Einzelhandelsumsatz erstmals mehr als elf Prozent erreichen – zulasten des stationären Handels, speziell in Corona-Zeiten.

Redaktion 27.11.2020

Black Friday füllt die Handelskassen …

… allerdings hauptsächlich im Onlinehandel. Im stationären Geschäft profitieren jene aus der „wichtigen Infrastruktur”.

WIEN. Immerhin: Für die Onlinehändler steht ein positives Wochenende bevor. Fast 60% der Österreicher wollen laut einer Umfrage des Handelsverbands (in Kooperation mit MindTake Research und der Preisvergleichsplattform idealo.at) heuer an Black Friday und Cybermonday online auf Schnäppchenjagd gehen; im Vorjahr waren es nur knapp 40%.

Vor allem bei jungen Konsumenten sind die Sondereinkaufstage beliebt; im Alterssegment der Unter-29-Jährigen planen sogar mehr als 80% einen Einkauf. Zu den am stärksten nachgefragten Produktgruppen zählen im Corona-Jahr 2020 Elektrogeräte, Bekleidung, Haushaltsgeräte, Kosmetikprodukte, Spielzeug und Schuhe.
Die Umsätze der heimischen Webshops und der klassischen Einzelhändler am „Black Friday/Cyber Monday”-Wochenende haben sich allein in den letzten drei Jahren vervierfacht. 2019 habe der österreichische Einzelhandel an den Sondereinkaufstagen im November bereits 400 Mio. € erwirtschaftet. Die Konsumenten haben im vergangenen Jahr an diesen Tagen pro Kopf 260 € ausgegeben.

Online-Feuerwerk

Der Elektronikhändler MediaMarkt ist derzeit auf seine Online-Kanäle beschränkt und hat eine „Black Friday Week” mit Rabattangeboten bereits seit Dienstag, dem 17. November, laufen.

Aufgrund der Erfahrungen im Frühjahr und in den vergangenen Monaten gehe man von einer starken Verlagerung auf den Online-Shop und entsprechenden Wachstumsraten im Onlinebereich aus.
Der Diskonter Hofer begeht den Black Friday schon seit Jahren bereits traditionell mit einem „Black Thursday” und hat einen Werbeschwerpunkt mit Technik-Angeboten. Auch Lidl plant eine Rabattaktion, hat in Österreich aber keinen Online-Shop. „Ob wir nächste Woche alle Produkte wie geplant ins Regal bringen und verkaufen, wird sich noch zeigen. Das lässt sich aus heutiger Sicht nicht mit Gewissheit sagen”, heißt es aus der Lidl-Zentrale in Salzburg.

Handyshops haben offen

Handys wird man am Black Friday aber nicht nur online, sondern auch in den Shops der Mobilfunker kaufen können – sie dürfen als „wichtige Infra­struktur” offenhalten. „Wir werden Angebote haben, aber nicht, um die Leute ins Geschäft zu locken”, betont A1-Sprecherin Livia Dandrea-Böhm gegenüber der APA. Die Rabatte gibt es online oder online und im Shop. Auch Magenta setzt in erster Linie auf den Online-Verkauf. (red/APA)

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