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„Börserl öffne dich” wird seltener © Panthermedia.net/CandyBox Images

Rasanter Anstieg Von 166,6 Mrd. auf 187,5 Mrd. € haben sich die Ausgaben im LEH und den Drogeriemärkten seit 2013 erhöht.

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Rasanter Anstieg Von 166,6 Mrd. auf 187,5 Mrd. € haben sich die Ausgaben im LEH und den Drogeriemärkten seit 2013 erhöht.

Eva Kaiserseder 31.08.2018

„Börserl öffne dich” wird seltener

Deutsche Konsumenten kaufen extrem strukturiert, so eine aktuelle Nielsen-Studie. Die Ausgaben steigen trotzdem.

••• Von Eva Kaiserseder

DÜSSELDORF. Das Klischee des disziplinierten Deutschen lebt: Laut aktueller Nielsen-Studie sind unsere Nachbarn äußert strategische Shopper. Denn trotz rarer werdender Einkaufstouren zu Diskonter, Drogeriemarkt und Co. wird mehr Geld ausgegeben. „Wir beobachten, dass die Deutschen im Vergleich zu den letzten Jahren immer seltener einkaufen, dafür aber strukturierter”, beschreibt der Nielsen-Handelsexperte Fred Hogen die Entwicklung. Es werde schlicht effizienter geshoppt.

Einkaufszettel forever

Mehr als die Hälfte aller Konsumenten verwenden dabei den klassischen Einkaufszettel, zusätzlich nutzen immer mehr Konsumenten die Möglichkeit, sich vor dem Einkauf online über Produkte und Sonderangebote zu informieren. Weniger Geld ausgegeben wurde deshalb aber nicht – im Gegenteil: Zwischen 2013 und 2017 erhöhten sich die Ausgaben im LEH und den Drogeriemärkten von 166,6 Milliarden Euro auf 187,5 Milliarden Euro.

Ob der guten Wirtschaftslage wird durchaus auch zu preislich extravaganteren Produkten gegriffen. Ein starkes Minus verbucht man allerdings bei den stationären Geschäften: 2014 gab es noch mehr als 37.000 Shops, mittlerweile ist diese Zahl auf 35.000 geschrumpft, vor allem kleinere Geschäfte mit weniger als 1.000 Quadratmetern machten dicht. „Verbraucher erledigen ihren Einkauf gern in Geschäften mit großem Sortiment”, so Hogen dazu.

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