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Brau Union radelt mit klarem Kopf © Brau Union Österreich/Vogus

TrendsetterBrau Union Österreich-Generaldirektor Markus Liebl (links) und Viktor Gillhofer, Leitung Geschäftsfeld Lebensmittelhandel, wollen mit Innovationen den Markt beleben.

© Brau Union Österreich/Vogus

TrendsetterBrau Union Österreich-Generaldirektor Markus Liebl (links) und Viktor Gillhofer, Leitung Geschäftsfeld Lebensmittelhandel, wollen mit Innovationen den Markt beleben.

christian novacek 24.02.2017

Brau Union radelt mit klarem Kopf

Bierriese schafft in 2016 ein Ausstoß- (+0,8%) und ­Umsatzplus (+2,5%) – und setzt stark auf Radler und AF.

••• Von Christian Novacek

WIEN. Bei einem weitgehend stabilen Biermarkt 2016 reüssierte Marktführer Brau Union Österreich augenfällig, nämlich mit einem Erlösplus von 2,5 Prozent auf 707 Mio. €. Laut Generaldirektor Markus Liebl zeichnet dafür eine Strategie verantwortlich, „die einfach für jede Situation das richtige Getränk” parat haben möchte. Ergo ist die Brau Union hierzulande sowohl Trendsetter als auch Trendbarometer.

Am signifikantesten derzeit wohl bei den alkoholfreien Bieren: „In Spanien beansprucht der Markt der AF-Biere bereits zehn Prozent des Volumens”, berichtet Liebl – da habe man in Österreich (derzeit rd. 8% Anteil) noch gutes Potenzial. Dem tritt man kongenialerweise mit Innovationen gegenüber: „Hops” heißt die neue, alkoholfreie Hopfenlimonade von Zipfer, die es ab März in den Regalen des LEH sowie in der Gastronomie geben wird. Liebl liebäugelt ein wenig mit der nächsten großen Erfolgsstory: „Hops ist ein natürliches Getränk mit reduziertem Zuckeranteil und liegt damit genau im Trend der Zeit.”

Gösser in Berlin

Dass die Brau Union speziell dann punktet, wenn es um die Natürlichkeit des Getränks geht, hat sie mit dem Gösser Naturradler eindrucksvoll bewiesen. Trotz eines (wahrscheinlich wetterbedingten) leichten Rückgangs des Radler-Segments 2016 radelt Gösser ebenda die Branche nieder – und agiert auf einem Marktanteilsniveau (Wert) jenseits der 50%.

Dabei spielt der Export eine zunehmend wichtige Rolle: In Deutschland gab es im Vorjahr ein dickes Exportplus von 75% –und das verdankt die Heineken-Tochter wesentlich dem Gösser Naturradler, der sich speziell in Berlin – „in jedem zweiten Geschäft” – als Sympathieträger etabliert hat.
Für 2017 hält der Bierkonzern noch einen weiteren Biertyp für ausbaufähig: Das Schwechater Lager sprudelt per März auch aus der Kleinflasche.

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