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Brezelbub & Mistkind
Redaktion 10.12.2021

Brezelbub & Mistkind

Der Geist von Weihnachten wirkt in der Pandemie zerzaust und muss für eine launige Weihnachtsgeschichte herhalten.

Die Finstere Brille ••• Von Christian Novacek

XMAS. Brezelbub und Mistkind treffen sich unterm Weihnachtsbaum. Mistkind wirkt angeschlagen, weil es von der Post und Amazon im Packerlgeschäft aber so was von abgehängt wurde. Brezelbub indes ist vergnügt, hüpft um den Baum herum, um Kerzlein anzuzünden – man hat allerdings das untrügliche Gefühl, dass ihm das Baum anzünden psychisch näher wäre. „Geschenke! Geschenke!”, ruft Brezelbub. Mistkind seufzt und schiebt ihm ein großes Paket in den Laufweg.

Es tickt verdächtig. Brezelbub grinst teuflisch: „Ah, ist das endlich mein ersehnter Krachbummflitzer?” „Nö”, antwortet Mistkind, „ich weiß ja, was du damit anstellen würdest, also hab ich dir etwas geschenkt, das du gern haben kannst, haha!” Aus Brezelbubs Augen züngeln zwei aufgeregte Flammen, dann macht es ritsch & ratsch, der Karton ist fachmännisch zerlegt und heraus springt: ein mechanischer Yeti!

„Ich – bin – der – Geist – von – Weihnachten!”, deklamiert der Yeti auch schon und es ist das Letzte, das er sagt, bevor Brezelbub ihn mit einem brutalen Handgriff in ein surrendes Dingsda verwandelt.

„Alles gut?”, fragt vorsichtig Mistkind. „Na freu dich mal auf Ostern”, knurrt Brezelbub, und auch das surrende Dingsda surrt zum letzten Mal.

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