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De’Longhi Kaffeereport: Rekordjahr trotz Krise © DeLonghi
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Redaktion 04.09.2020

De’Longhi Kaffeereport: Rekordjahr trotz Krise

Der Umsatz mit Kaffee ist welt- wie österreichweit kontinuierlich am Steigen. Auch der Qualitätsanspruch erweist sich dabei als krisenresistent.

••• Von Paul Hafner

Kaffee ist in fast aller Munde: 86,4% der im Zuge des neuen De’Longhi-Kaffeereports Befragten trinken ihn – er bleibt damit das beliebteste Heißgetränk des Landes vor Tee (71,5%) und Kakao (42,3%). Der Durchschnittsbürger kommt dabei auf 162 l Kaffee pro Jahr.

Neben den üblichen Kennzahlen und Präferenzen punkto Konsum hat der Report, der Daten von statista und einer Marketagent-Umfrage kombiniert, aber auch einige aktuellen Entwicklungen und Trends ermittelt. So führte der Wechsel ins Homeoffice vor allem für Jüngere zu einem Anstieg beim Kaffeekonsum; der Qualitätsanspruch entpuppte sich laut Umfrage als krisenresistent, beim Kaffeemaschinenkauf war die Bereitschaft, tiefer ins Börserl zu greifen, sogar bei vielen erhöht.

Trends im Konsum

Bei den Vorlieben zeige sich ein globaler wie nationaler Trend hin zu Kaltgetränken; allen voran „Cold Brew” reüssiert, wie Marisa-Mercedes Moser, die neue Marketingleiterin von De’Longhi-Kenwood, darlegt.

Wenngleich hierzulande Kaffee mit Milch für 74% der Konsumenten die erste Wahl ist, sind pflanzliche Milchalternativen zunehmend gefragt: „Bereits 23,5 Prozent der Kaffeetrinker bevorzugen statt herkömmlicher Milch Pflanzendrinks aus Mandeln, Hafer, Soja, Kokos oder Reis. Am beliebtesten ist derzeit die Milchalternative aus Mandeln, die von 4,8 Prozent der Konsumenten für die Kaffeezubereitung verwendet wird. Die österreichischen Baristas präferieren jedoch Haferdrinks, da ihr Geschmack mit den Kaffeearomen perfekt harmoniert”, so De’Longhi-Geschäftsführer Michael Frank. Auch Over-Ice-Kaffee und kaffeeähnliche Getränke wie Matcha Latte erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

Vollautomaten gefragt

Die Coronakrise hat den Kaffeemarkt nicht in die Krise gestürzt: „Kaffeekonsum ist krisenresistent. Durch die vermehrte Homeoffice Arbeit wurde sogar noch mehr Kaffee getrunken, insbesondere bei den jüngeren Zielgruppen. Durch den Wechsel ins Homeoffice gaben die 18 bis 29-Jährigen an, bis zu 20 Prozent mehr Kaffee konsumiert zu haben”, so Frank

De’Longhi selbst erlebte während des Lockdowns im Onlinegeschäft ein „sehr starkes Umsatzwachstum, das sich jetzt wieder relativiert und auf das Niveau von vorher einpendelt”, während nach den Geschäftsöffnungen wiederum stationär ein großer Bedarf an neuen Kaffeemaschinen gemessen wurde, allen voran an Vollautomaten und Siebträgern, deren Verkaufszahlen „massiv gestiegen” sind, wie Frank hervorhebt – insbesondere bei Vollautomaten im unteren und mittleren Preissegment bis zur Preisklasse von 1.000 €.
Der Preis ist nicht das bestimmende Hauptmotiv: „Technische Neuerungen sind bereits für über 20 Prozent der Männer entscheidendes Kaufmotiv, während bei den Frauen Convenience, wie etwa integrierte Milchschaumsysteme, hoch im Kurs stehen”, so Frank. Für die Kaffeezubereitung zu Hause liegen laut Umfrage Kapselmaschinen (45,7%) und Vollautomaten (45,4%) fast gleichauf, viele nutzen beides.

Zahlen und Fakten

Für das Erntejahr 2019/20 prognostiziert das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium einen weltweiten Rekordkonsum von 167,9 Mio. Sack Kaffee à 60 kg, Tendenz seit Jahren steigend (s. Grafik).

Verbunden damit ist ein weltweiter, rapider Umsatzanstieg im Kaffeesegment: Für das Jahr 2020 beträgt er rd. 32 Mrd. €, bis 2025 soll das Marktvolumen bei 532 Mrd. € liegen – das entspräche einem jährlichen Umsatzwachstum von 10,6%. In ähnlich rasantem Tempo soll der Kaffeeumsatz in Österreich zulegen: Von derzeit 3.132 Mio. € wird er laut Prognosen bis 2025 auf 4.581 Mio. € klettern, was ein jährliches Umsatzwachstum von 9,1% bedeuten würde.

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