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Der (Franchise-)Kongress tanzt © Roland Unger

EMMFC 2020Die beiden US-Veranstalter Gary Gardner (l.), CEO von Franchise Update, und Tom Portesy, CEO von MFV Expositions.

© Roland Unger

EMMFC 2020Die beiden US-Veranstalter Gary Gardner (l.), CEO von Franchise Update, und Tom Portesy, CEO von MFV Expositions.

Redaktion 31.01.2020

Der (Franchise-)Kongress tanzt

Anlässlich des EMMFC fanden sich viele Schwergewichte der internationalen Franchisewirtschaft in Wien ein.

WIEN. Vergangenen Dienstag und Mittwoch fand im Wiener Hotel Savoyen die European Masterlicence and Multi-Unit Franchise Conference (EMMFC) statt. Es war die zweite Ausgabe ihrer Art: Während das Multi-Unit Franchise Conferece-Modell aus Las Vegas stammt und seit 20 Jahren etabliert ist, gab die EMMFC im Oktober in London ihr Debüt.

Zweck der Konferenz waren Weiterbildung und „High-Level-Networking”, als Keynote-Speaker wurden Catherine Monson von Fastsigns International, Glen Helton von der NSP Corporation (Burgerking, KFC, TGIF) in Schweden und der frühere ÖFV-Präsident Andreas Schwerla (McDonald's Austria) geladen.
Der Österreichische Franchiseverband (ÖFV) zählt neben sieben anderen europäischen Verbänden zu den Partnern der Konferenz. Gemeinsam mit ihnen begrüßten sie eine Reihe von Franchise-Systemen, die erstmals nach Europa bzw. Österreich kamen, in den USA hingegen zu den größten zählen – darunter Bloomin’ Brands, Brioche Dorée, Orange Theory und Guinot.

Franchise in Österreich

Erst im Oktober hatte der ÖFV mit einer detailreichen Studie einen Überblick in Österreich gegeben. Ihre Quintessenz: Die heimische Franchise-Landschaft hat sich in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig entwickelt.

Ein Umsatz von 10,3 Mrd. € im Jahr 2018 bedeutete eine Steigerung von 30% gegenüber 2010 und auch im Vergleich zu 2017 ein beachtliches Plus von rund einer Mrd. €.
„Unsere Franchise-Szene ist eine junge und lebendige Branche mit hoher Fluktuation”, erklärte Generalsekretärin Barbara Steiner. Jährlich kämen rund 20 neue Systeme dazu, während um die 15 wieder verschwinden.
Von dem aktuell 480 Franchise-Systemen am Markt (2017: 440) befindet sich die Hälfte in der Expansionsphase und annähernd jede fünfte in der Start- und Aufbauphase. Die Branchenverteilung zeichnet sich indes durch große Vielfalt aus, die herausstechenden Branchen Bauen, Lebensmittel, Gastronomie und Gesundheit machen in Summe 50% aus.
In Summe kommt die österreichische Franchise-Szene auf 9.400 Franchise-Partner und 87.300 Beschäftigte. 76% der Unternehmen planen die Einstellung neuer Mitarbeiter, rund 4.500 neue Arbeitsplätze sollen bis 2020 entstehen.

Funktion: Kompetenzzentrum

Der ÖFV versteht sich als Repräsentant der heimischen Franchise-Wirtschaft und zählt rund 100 Franchise-Systeme zu seinen Mitgliedern. Verbandspräsident ist seit 2013 Unimarkt-Geschäftsführer Andreas Haider. (haf)

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