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Der Innovationsgeist gedeiht auch in der Krise © Spitz

Spitz-Geschäftsführer Walter Scherb.

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Spitz-Geschäftsführer Walter Scherb.

Redaktion 22.04.2022

Der Innovationsgeist gedeiht auch in der Krise

Die Süßwarenbranche stellt zunehmend auf Fairtrade-Kakao um und setzt bei der Krisenbekämpfung auf Zusammenhalt entlang der Wertschöpfungskette.

WIEN. Im Umgang mit den aktuellen, „noch nie dagewesenen Herausforderungen” sind für Spitz-Geschäftsführer Walter Scherb „strategische Partnerschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette” essenziell. „Eine bedeutende Plattform für die Kommunikation, den Austausch und eine wesentliche, positive Veränderung zum letzten Jahr sind die wieder stattfindenden Fachmessen. Neben wertvollen Kontakten geben sie auch einen guten Überblick der aktuellen Produkttrends”, so Scherb.

Auf Konsumebene macht er „Heißhunger auf Vielfalt” aus: Der „anhaltende Top-Trend” sei nach wie vor die Nachhaltigkeit, welche etwa in einer verstärkten Nachfrage nach fair produzierten Produkten zum Vorschein kommt. „Daneben sind sogenannte Wellbeing-Süßigkeiten gefragt; darunter fallen zum einen Plant-Based-Produkte, die seit Jahren im Trend und nicht mehr wegzudenken sind, und zum anderen Süßwaren, die sich dem neuen Lifestyle und den damit verbundenen veränderten Essens-Anlässen – zu Hause, On-the-go, Snacks für Büro und Homeoffice – angepasst haben. Außerdem sind sie hungrig nach neuen, innovativen Produktkombinationen.” Im Hause Spitz will man dieses Innovationsverlangen u.a. mit einer mit Koffein angereicherten „Wake up”-Waffelkombination bedienen.

Waffelmarkt stabil

Auch für Manner-CEO Andreas Kutil ist die Fairness beim Naschen prioritär: „2021 war für uns in puncto Nachhaltigkeit ein wichtiges Jahr, da wir alle unsere Waffel- und Schnittenprodukte auf Fairtrade-zertifizierten Kakao umgestellt haben.” Der Waffelmarkt sei im Vorjahr „generell stabil geblieben”, und auch für 2022 bleibe man – trotz einer „nochmals dramatischen Verschärfung der Rohstoff-, Verpackungs-, Energie- und Transportpreise” – zuversichtlich, mit verschiedenen Produktinnovationen (wie der für einen Launch im Mai anvisierten Sommer Glück-Range) zu wachsen.

Elisabeth Hülsmann, Geschäftsführerin Mondelez Österreich, nennt neben den angesprochenen Kostensteigerungen Lieferengpässe als zentrale Herausforderung, denen man „gemeinsam mit unserer globalen Einkaufsabteilung” entgegenzuwirken versuche. „Wir sind als Unternehmen recht effizient aufgestellt und können einen Teil dieser Kosten absorbieren, indem wir unsere Produktivität steigern. Aber ein bestimmter Teil muss leider auch weitergegeben werden.” (red)

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