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Die Exporte steigen © APA/Harald Schneider

Nach Deutschland wurden in den ersten sechs Monaten 2018 Agrargüter im Wert von 2,01 Mrd. Euro (+6%) geliefert.

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Nach Deutschland wurden in den ersten sechs Monaten 2018 Agrargüter im Wert von 2,01 Mrd. Euro (+6%) geliefert.

Redaktion 12.10.2018

Die Exporte steigen

Österreichische Lebensmittel sind im Ausland beliebt, dennoch ist die Außenhandelsbilanz negativ.

WIEN. Österreichs Agrar-, Lebensmittel- und Getränkeexporte sind im ersten Halbjahr 2018 um fast fünf Prozent gestiegen. Die Agrar-Ausfuhren legten im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4,85% auf 5,78 Mrd. € zu. Bei den Lebensmitteln und der Getränkeindustrie ist die Steigerungsrate höher: Laut AMA und Fachverband belief sie sich mit +6,3% auf 3,487 Mrd. €.

Die wichtigsten Warengruppen im rot-weiß-roten Lebensmittel- und Getränke-Export sind Limonaden, Energy-Drinks und Eistees mit 1,072 Mrd. € und einer Steigerung zur Vorjahresperiode von 8,2%. Ein großer Teil davon entfällt auf Energydrink-Hersteller Red Bull. Mit größerem Abstand folgen Zubereitungen zur Tierfütterung mit 298 Mio. €, Käse und Topfen mit 290 Mio. und Feine Backwaren mit 280 Mio. €. Rückgänge gibt es im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 bei Schweinefleischexporten, die mit 166 Mio. € ein Minus von 13,7% verzeichnen und bei Schokoladewaren, die ein Minus von 5,1% auf 164 Mio. € aufweisen.

„Made in Austria” punktet

AMA-Marketing-Geschäftsführer Michael Blass verweist auf die Stärke der Branche, die Produkte „Made in Austria” in 180 Länder exportiert. „Die Branche ist hoch kompetitiv und hoch innovativ und setzt sich auf internationalen Märkten durch.” Die negative Außenhandelsbilanz – den Exporten von 5,78 Mrd. € im ersten Halbjahr standen Importe von 6,06 Mrd. € (+3,4%) gegenüber –, ergebe sich dadurch, dass viele Produkte wie Kaffee oder Zitrusfrüchte in Österreich schlicht nicht herstellbar seien.

Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin im Fachverband der Lebensmittelindustrie, sorgt sich um die weitere Entwicklung: Der Brexit werfe seine Schatten voraus, und es gebe bereits vorgezogene Einkäufe von lagerfähigen Produkten an die britischen Handelspartner. (APA/red)

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