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Die Mama freut sich, der Handel auch © Kinderhotels Europa
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Nicole Sziesz 10.05.2019

Die Mama freut sich, der Handel auch

Der Muttertag steht vor der Tür. Wie spendabel sind die Österreicher, was verschenken sie am liebsten – und wo kaufen sie ein?

••• Von Nicole Sziesz

Diesen Sonntag ist es wieder soweit: Der Tag der Mütter wird gefeiert. Die Werbetrommel wird schon kräftig gerührt, Rabatte im Handel, so weit das Auge reicht. Die Österreicher wollen „Danke” sagen und das am besten mit möglichst vielen Blumensträußen, mit Süßigkeiten und Parfüms. Nicht umsonst ist der Muttertag der „Umsatzbringer Nummer drei” nach Weihnachten und Ostern.

Den 12. Mai hat man demgemäß bei der Sparte Handel der WKÖ zum Anlass genommen, ein aktuelles Stimmungsbild zu erheben. Das Ergebnis der Befragung: „Viele Österreicherinnen und Österreicher wollen den Muttertag auch heuer wieder nutzen, um Danke zu sagen und mit der einen oder anderen Aufmerksamkeit zu etwas Besonderem zu machen. Weit mehr als die Hälfte der Österreicherinnen und Österreicher – nämlich mehr als 60 Prozent der ab 15-Jährigen – planen, zum Muttertag etwas zu verschenken.”

Entwicklung der Umsätze

Was sind die Österreicher gewillt, für den Muttertag auszugeben? Reicht eine kleine Aufmerksamkeit oder greift man hier gern doch mal tiefer ins Börserl? Laut WKÖ wollen die Schenker im Handel rund 45 € pro Person ausgeben. 2017 betrugen die Muttertagsumsätze im Handel 185 Mio. €, 2018 waren es bereits 186 Mio. €. Heuer hofft der Handel, dieses Niveau zu halten.

Eine Umfrage des Handelsverbandes ergab hierzu: 2019 wollen die heimischen Konsumenten im Schnitt 55 € für Muttertagsgeschenke ausgeben, und damit um 23% weniger als 2018. Im Vorjahr konnte mit durchschnittlich 71 € noch ein Rekordwert erzielt werden. Während die geplanten Ausgaben in den östlichen Bundesländern heuer zwischen 46 € (Burgenland) und 53 € (Steiermark) liegen, bewegt sich das Planbudget im Westen deutlich darüber: Die Tiroler wollen rund 63 € ausgeben, die Vorarlberger sogar mehr als 72 € – ein Spitzenwert in ganz Österreich. In der Bundeshauptstadt Wien liegen die Pro-Kopf-Ausgaben zum Muttertag bei 63 €.
Besonders wichtig ist das Muttertagsgeschäft für den Blumenfachhandel – für die Branche ist der Muttertag neben dem Valentinstag der umsatzstärkste Tag des Jahres –, den Lebensmittelhandel, die Parfümerien und Drogerien sowie für den Schmuckhandel.

Vielen Dank für die Blumen

Das naheliegendste Geschenk sind wohl die Blumen, allen voran einzelne Rosen sowie Rosensträuße; aber auch Topfpflanzen liegen im Geschenke-Ranking ganz weit vorn.

Die Liste der Top-Geschenke laut Consumer Check des Handelsverbandes bilden nach den Blumen (54%) vor allem Süßwaren (24%), Ausflüge bzw. nicht-materielle Geschenke, wie etwa selbst gekochtes Essen oder Gebasteltes (22%), Gutscheine (16%) sowie Restaurantbesuche (15%). Damit bleiben die Top Drei der Muttertags-Geschenke auch im mehrjährigen Vergleich unverändert.
„Frauen werden am liebsten mit Blumen überrascht, das mit Abstand beliebteste Muttertagsgeschenk 2019. Mit durchschnittlichen Ausgaben von 55 Euro pro Person stellt der Muttertag insbesondere für den Blumen- und Lebensmittelhandel einen wichtigen Umsatztreiber dar”, sagt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes.

Hier wird gerne eingekauft

Wo findet man die besten Geschenke? Die Rabatte häufen sich, auch im Onlinehandel. Am häufigsten werden Supermärkte und Discounter (23%) für das perfekte Geschenk aufgesucht, auch andere Geschäfte, die nicht direkt auf einer Einkaufsstraße liegen (23%) sind bei den Befragten sehr beliebt. Viele finden das passende Geschenk auch in der Shopping Mall (17%) oder im Fachmarktzentrum (13%). Auch im Internet (17%) wird geshoppt, fast ein Fünftel der heimischen Verbraucher lässt sich das Präsent direkt nach Hause liefern und erspart sich so den Stress und die kurzfristige Suche nach dem „perfekten Blumenstrauß” am Sonntag beim Abklappern der diversen Blumengeschäfte.

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