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Die Renaissance der Heizdecke © Unito/Simon Möstl

Halbwegs guter DingeTrotz Teuerung und Energiekrise rechnet Unito-Chef Harald Gutschi neuerlich mit einem Black Week- und Weihnachtsgeschäft „über Vor-Corona-Niveau”.

© Unito/Simon Möstl

Halbwegs guter DingeTrotz Teuerung und Energiekrise rechnet Unito-Chef Harald Gutschi neuerlich mit einem Black Week- und Weihnachtsgeschäft „über Vor-Corona-Niveau”.

Redaktion 11.11.2022

Die Renaissance der Heizdecke

Das Suchverhalten im Otto-Onlineshop legt einen starken Einfluss der Energiekrise auf das Konsumverhalten nahe.

GRAZ. Auf ottoversand.at, dem Onlineshop von Otto Österreich, schellen Suchbegriffe für Artikel, mit denen man sich für den Winter in der Energiekrise rüstet, in die Höhe: Eine Versechsfachung bei der Recherche nach Infrarotheizungen, ein Plus von 181% bei Elektroheizungen und immerhin eine Verdopplung der Suchen nach Heizdecken (+107%) und Flanellbettwäsche (+95%) legt einen starken Einfluss der Teuerung und Krisenmeldungen auf das Kaufverhalten der Österreicher nahe.

Frieren will keiner

„Von den Suchbegriffen, die unsere Kundinnen und Kunden verwenden, können wir viele Rückschlüsse ziehen, wie Österreich kauft. Wir sind dadurch in der privilegierten Lage, quasi ein Stimmungsbild der Gesellschaft im Kleinen ableiten zu können”, erklärt Harald Gutschi, Sprecher der Geschäftsführung der Unito-Gruppe.

Besonders stark nachgefragt würden in den Onlineshops des größten österreichischen E-Commerce-Players – passend zu den Wachstumsraten der genannten, einschlägigen Suchbegriffe – gasfreie Heiz­alternativen, smarte Thermostate, Artikel, die Menschen selbst und ihr Zuhause wärmen, aber auch energieeffiziente Haushaltsgeräte.
Interessant: „Unsere Kundinnen und Kunden bestellen momentan besonders häufig Heizalternativen – sogar solche, die mit Strom betrieben werden. Die Panik vor dem Frieren in Folge eines Gasstopps scheint größer zu sein als die Angst vor hohen Stromkosten”, stellt Gutschi fest.

Sparsame Shoppingfeiertage?

Im Vorfeld der Black Week und des anstehenden Weihnachtsgeschäfts gibt man sich in Sachen Umsatzprognosen heuer indes zurückhaltend. Gutschi erklärt: „Mit der Konsumunlust aufgrund der Teuerung und der Energiekrise hat im Handel momentan jeder zu kämpfen – ganz egal ob stationär oder online. Man darf auch nicht vergessen, dass der Onlinehandel in den vergangenen beiden Jahren von den Lockdowns profitiert hat. Wir rechnen aber dennoch damit, dass wir in der Black Week und im Weihnachtgeschäft mit unseren Umsätzen auch heuer wieder über Vor-Corona-Niveau liegen werden.” (red)

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