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Direktkauf ist bei Jungen en vogue © APA/Barbara Gindl

Mit Fortdauer der Pandemie differenziert sich auch das Online-Shopping aus – und Verbraucher erschließen zunehmend Webshops abseits der großen Plattformen.

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Mit Fortdauer der Pandemie differenziert sich auch das Online-Shopping aus – und Verbraucher erschließen zunehmend Webshops abseits der großen Plattformen.

Redaktion 14.01.2022

Direktkauf ist bei Jungen en vogue

Der „Consumer Trends Report 2022” wartet mit zwei interessanten Entwicklungen im Einkaufsverhalten auf.

WIEN. Junge Verbraucher kaufen zunehmend bevorzugt direkt bei Markenherstellern ein, anstatt bei Einzelhändlern oder auf Online-Marktplätzen zu shoppen – und sie sind darüber hinaus mehrheitlich einverstanden, ihre Daten mit dem Unternehmen zu teilen. Das sind die zentralen Erkenntnisse des „Consumer Trend Report 2022” des Beratungsunternehmens Capgemini, welches die weitreichenden Auswirkungen der Pandemie auf das Verhalten und die Präferenzen von Konsumenten unter die Lupe genommen hat.

Daten gegen Vorteile

Demnach haben 68% der 18- bis 24-Jährigen und 58% der 25- bis 40-Jährigen weltweit in den vergangenen sechs Monaten Produkte direkt bei Markenherstellern bestellt und dabei sowohl traditionelle Einzelhändler als auch Online-Marktplätze umgangen. Von denjenigen, die direkt bei einer Marke eingekauft haben, gaben fast zwei Drittel (60%) aller Befragten ein besseres Einkaufserlebnis als Grund dafür an; 59% nannten den Zugang zu Treueprogrammen. Für diese Vorteile sind insbesondere die jungen Verbraucher bereit, Informationen darüber anzugeben, wie sie Produkte konsumieren oder verwenden.

Chance für Hersteller

„Die Bereitschaft der jüngeren Konsumenten, direkt von Markenartiklern zu kaufen, ist eine echte Chance für die Konsumgüterindustrie. Denn Verbraucher sind bereit, Informationen zu ihrer Person oder zu ihren Präferenzen anzugeben, wenn sie dafür im Gegenzug von den Firmen einen Mehrwert erhalten. Diese Verbraucherdaten können Hersteller nutzen, um ihren Direktvertriebskanal zu optimieren”, erklärt Florian Raimann, Sales Director bei Capgemini in Österreich. „Außerdem helfen die Daten Unternehmen dabei, Angebots- und Nachfragetrends in konkrete Entscheidungen umzusetzen – zum Beispiel bei der Frage, wie sie Produkte am besten lagern, Dienstleistungen anpassen und das Kundenerlebnis verbessern können.” (red)

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