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EDI ist weiter auf dem Durchmarsch © APA/AFP/Jonathan Nackstrand

Der kontinuierliche technologische Fortschritt hat Innovationen wie Web-EDI, EDI aus der Cloud und APIs hervorgebracht, die technische Eintrittsbarrieren für elektrischen Datenaustausch minimieren.

© APA/AFP/Jonathan Nackstrand

Der kontinuierliche technologische Fortschritt hat Innovationen wie Web-EDI, EDI aus der Cloud und APIs hervorgebracht, die technische Eintrittsbarrieren für elektrischen Datenaustausch minimieren.

Redaktion 13.11.2020

EDI ist weiter auf dem Durchmarsch

Im Zuge der Corona-beschleunigten Digitalisierung nimmt auch der elektronische Datenaustausch an Fahrt auf.

WIEN. Die Geschichte des elektronischen Datenaustauschs (EDI) von Geschäftsdokumenten begann bereits in den 60er-Jahren – damals erfolgte sie noch über Telefonleitungen und Fernschreiber. Die Technik hat sich bis heute freilich massiv verändert – und wird auch kontinuierlich weiterentwickelt.

Dass sie heute kaum eine Branche missen will, hat gute Gründe – allen voran die durch die Coronakrise aufgezeigte Notwendigkeit zur beschleunigten Digitalisierung der Wirtschaft, bei der EDI mehr denn je eine Schlüsselrolle zukommt.

Faktor „Herdentrieb”

Karl Cegner, Leitung Team Project Delivery & Consulting bei Editel Austria, nennt die Verlässlichkeit von EDI als einen entscheidenden Faktor für ihre zunehmende Verbreitung: „Mittlerweile vertrauen extrem viele Unternehmen auf diese weltweit erprobte Technologie – sie ist für unzählige Lieferanten, Dienstleister und Kunden einfach ein unverzichtbarer Bestandteil ihrer Supply Chain-Optimierung geworden”, so Cegner.

Dazu komme der Faktor Herdentrieb: Immer mehr Unternehmen würden sich von ihren Geschäftspartnern erwarten, dass sie ebenfalls EDI nutzen – denn: „Je mehr Akteure in einer Supply Chain ihre Bestellungen, Lieferscheine, Rechnungen und andere Geschäftsdokumente elektronisch austauschen, desto effizienter ist das System.” Wer den Anschluss verliert, dem droht womöglich auch der Verlust von Kunden.

Investitionssicherheit

Aus den angeführten Gründen ergibt sich, dass EDI auch für Investitionssicherheit stehe, so Cegner: Weiterentwicklungen und Updates sorgen laufend dafür, dass die EDI-Nutzer bei dieser seit Jahrzehnten bewährten Technologie immer auf dem neuesten Stand bleiben. „Die stetig steigende Zahl der Nutzer erhöht zudem permanent die Bedeutung von EDI und unterstreicht jeden Tag aufs Neue, dass EDI noch enorm viel Zukunftspotenzial hat.”

Für jedes Unternehmen

Schließlich bedeute die Digitalisierung auch eine spürbare Senkung der Fehlerquote – insbesondere bei repetitiven Tätigkeiten neigt der Mensch zu Fehlern. Durch die Vermeidung von Medienbrüchen – kein Ausdrucken und manuelles Erfassen – könnten diese gänzlich verhindert oder minimiert werden.

EDI ist auch schon bei den KMU angekommen: Anfangs Großunternehmen vorbehalten, profitieren mittlerweile selbst Kleinstunternehmen von der Prozessautomatisierung. Cegner: „Die voranschreitende Technologisierung bringt neue Lösungen wie Web-EDI, EDI aus der Cloud, EDI as a Service, APIs, etc. hervor und eliminiert damit technische Eintrittsbarrieren. EDI war noch nie so einfach wie jetzt.” (red)

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