RETAIL
Eine Frau sieht orange
Eva Kaiserseder 07.09.2018

Eine Frau sieht orange

Epic fail mit Gemüse: Das heurige Herbstprojekt, um vom Sommerabschiedsliebeskummer abzulenken.

Kommentar ••• Von Eva Kaiserseder

 

VERSUCHSBALLON. Unser Bad weist neuerdings eklatante Ähnlichkeit mit einer Seifensiederei auf. Dafür gibt es gute Gründe. Weil, Herbst isses und alljährlich verfalle ich in dasselbe Muster: Leise vor mich hin schluchzen, zärtlich meine Sonnencreme­armada kraulen und Joy Division sowie ähnlich Erbauliches in Endlosschleife hören. Jedenfalls, die Seifen-Ursache: Dahinter steckt mein klassisches Sommerabschieds­ablenkungsmanöver. Dieses Jahr also Zero Waste. In meinem Fall taste ich mich an die Anfänger/Landeivariante heran, die da lautet: Buh, Plastik! Allerdings, Spoiler: Das funktioniert zumindest bei Lebensmittel­einkäufen nur mau. Denn nach ein paar kuriosen Shoppingtouren, die ausschließlich lose Karotten, Äpfel, Kartoffeln und Nektarinen en masse sowie Antipasti und Sugo im Glas beinhaltet haben, ist das Ergebnis bloß: Ich ertrage aktuell nix Oranges im Kühlschrank und Pasta mag ich nicht. Wer Zeit hat, x Geschäfte abzuklappern, urban lebt und ersatzreligiöse Ambitionen hat – für den mag Zero Waste eine Erleuchtung sein. Für mich nicht. Erstaunlich gut dagegen funktioniert das Ganze allerdings im Bad: Deo, Shampoo und Co. – alles in fester Form, siehe Seife, oder im Glas zu haben. Perfekt, nur: Ich brauch dringend ein neues Sommerabschiedsablenkungsmanöver!

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