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Erfrischend frisch trotz Coronakrise © www.zweischrittweiter.at (2)

Die LGV-Gemüsegärtner Thomas (l.) und Martin Merschl kultivieren am Rande des 22. Wiener Gemeindebezirks, angrenzend zum Marchfeld, Datterino- und Rispenpara­deiser.

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Die LGV-Gemüsegärtner Thomas (l.) und Martin Merschl kultivieren am Rande des 22. Wiener Gemeindebezirks, angrenzend zum Marchfeld, Datterino- und Rispenpara­deiser.

Redaktion 11.12.2020

Erfrischend frisch trotz Coronakrise

Die 164 Familienbetriebe der Erzeugerorganisation LGV Sonnengemüse erwirtschafteten ein Plus von 17 Prozent.

WIEN. LGV Sonnengemüse schließt die erste Gemüsesaison nach der großen Fusion erfolgreich ab: Die aus den beiden Marken LGV Gärtnergemüse und Seewinkler Sonnengemüse neu entstandene Organisationsstruktur brachte zusätzliche Synergien, auch bei der Bewältigung der Coronakrise.

Das wachsende Bewusstsein der Konsumenten für Regionalität und nachhaltigere Lebensführung habe in der Corona-Pandemie noch einmal zusätzlichen Aufwind bekommen, was sich schließlich auch an den Zahlen von LGV Sonnengemüse zeigt: Der Umsatz konnte um 17% auf knapp 100 Mio. €, die Erntemengen um sechs Prozent auf 45.000 t gesteigert werden.

Steirischer Zuwachs

Ein wesentlicher Vorteil der Erzeugerorganisation liegt in der Anzahl der Mitgliedsbetriebe, die sich in der heurigen Saison um 18 Gemüsebauern aus der Steiermark auf aktuell 164 beläuft. Dadurch hat sich das Produktionsrisiko optimal verteilt, und die Versorgungssicherheit Österreichs mit Frischgemüse konnte auch in den vergangenen, herausfordernden Monaten gesichert werden.

Aufgrund der guten Nachfrage konnte der Verderb deutlich reduziert werden, die Auszahlungspreise für Gärtner und Gemüsebauern sind indes geringfügig gestiegen – so konnten die durch die Pandemie verursachten Mehrausgaben in den Betrieben großteils kompensiert werden.

Weitere Investitionen geplant

Durch die Pandemie wurden viele geplante Entwicklungen, vor allem in Richtung Verpackungsvermeidung und -anpassung, in den Hintergrund gedrängt. Trotzdem hat LGV Sonnengemüse im heurigen Jahr mehr als drei Mio. € in die Qualitätsverbesserung, Ressourcenschonung und Verpackungsvermeidung investiert. Die Kühlanlage wurde erneuert, Folierlinien durch Banderolieranlagen ersetzt und neue Abfülllinien mit Kombinationswaagen angekauft. Auch in der kommenden Saison soll in diese Richtung weitergearbeitet werden. Für das Jahr 2021 sind rund vier Mio. € an Investitionen geplant, wobei eine neue Gurkensortierlinie den Löwenanteil davon beansprucht.

Ende und Anfang

Das Saisonende für die Hauptgemüseprodukte der LGV ist dieses Jahr gleichzeitig der Erntestart für über 20 Sorten Winterfrischgemüse, darunter Sprossenbrokkoli, Zuckerhut, Grünkohl, Palmkohl, Radicchio, Pak Choi, Radieschen, Pflücksalat, Batavia, Salanova, Petersilie, Koriander oder Tellerkraut. Seit Mitte November im LEH erhältlich, sollen die besten Produkte aus den Anbauversuchen in den folgenden Jahren nachhaltig produziert werden und so den Weg ins Gemüseregal finden. (red)

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