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Exportgeschäft mit China steht © Nöm (2)

Die Nöm setzte als eines der ersten Unternehmen Fieberkontrollen ein und wird diese auch weiterhin zur Sicherheit aller aufrechterhalten.

© Nöm (2)

Die Nöm setzte als eines der ersten Unternehmen Fieberkontrollen ein und wird diese auch weiterhin zur Sicherheit aller aufrechterhalten.

Redaktion 08.05.2020

Exportgeschäft mit China steht

Mit Lockerung der Maßnahmen durch die Regierung ist es auch Zeit für die Nöm, ein Resümee zu ziehen.

••• Von Daniela Prugger

WIEN. Die Milchwirtschaft ist eine Branche, die es gewohnt ist, auf veränderte Gegebenheiten rasch zu reagieren, erklärt Nöm-Vorstand Josef Simon. Die Nöm setzte daher als eines der ersten Unternehmen Fieberkontrollen ein und wird diese auch weiterhin zur Sicherheit aller aufrechterhalten.

Mittlerweile sei sogar wieder eine Art Normalität eingetroffen, und das Tagesgeschäft laufe weiter. Im Export gilt es jedoch nach wie vor, diverse Herausforderungen zu meistern. Die meisten Exportkunden warten derzeit ab. „Das Exportgeschäft mit China steht allerdings”, so Simon.

Tagesgeschäft läuft

Wieder einmal habe sich gezeigt, dass sich die Nöm auf langjährige Partner entlang der Wertschöpfungskette verlassen kann.

„Bis auf kleinere Lieferengpässe bei Verpackungsmaterial und bei manchen Zutaten gab es keine massiven Einflussnahmen. Bei der Logistik sind wir von mehreren Faktoren abhängig. So haben wir etwa keinen Einfluss auf Grenzwartezeiten oder dergleichen, trotzdem läuft hier das Tagesgeschäft gut weiter.”

Massive Kosten

Mit einer schnellen Einführung der Telearbeit für den Administrationsbereich und dem kontaktfreien Schichtwechsel hat die Nöm auf die neuen Anforderungen reagiert und konnte von Anfang an ohne Einschränkungen die ungeplanten Mehrmengen zur Verfügung stellen.

„Dieses für uns selbstverständliche Engagement schlägt sich aber massiv in den Kosten nieder. Ca. 200.000 Euro pro Monat verschlingen die zusätzlichen Maßnahmen, die natürlich ungeplant sind. Bei Beibehaltung dieser Maßnahmen entstehen hier Millionenbeträge, die schlussendlich bezahlt werden müssen”, so Simon.
Da der Fokus bei der Nöm schon vor der Coronakrise auf dem Markengeschäft lag, seien die Erwartungen an 2020 nach wie vor dieselben. Durch die Krise habe sich der Produktmix kurzzeitig verschoben und speziell H-Milch wurde stärker nachgefragt, so Simon. Aber auch das konnte die Nöm gut abfedern.

Regionalität

„Trotz allem war der Absatz unserer ‚bunten Palette' auch in dieser Zeit sehr gut, und Produktlinien wie der nöm Kakao oder fasten von Nöm konnten wachsen. Derzeit verkaufen sich sämtliche Markenprodukte sehr gut – vor allem die nöm Pro-Produkte und die fasten Joghurtdrink-Range.”

Die Konsumenten haben sich zuletzt wieder auf Regionalität rückbesonnen: „Das Vertrauen auf die Produktion im eigenen Land wurde gestärkt. Wir konnten unseren Konsumenten beweisen, dass Österreich sich selbst versorgen kann.”

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