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Fitte Fische aus Mariazell © Transgourmet Österreich

Sportlich Bis zu drei Jahre gedeihen die Saiblinge und Forellen in den Mariazeller Teichen; gut in Form durch den hohen Wasserdruck sind sie auch.

© Transgourmet Österreich

Sportlich Bis zu drei Jahre gedeihen die Saiblinge und Forellen in den Mariazeller Teichen; gut in Form durch den hohen Wasserdruck sind sie auch.

Ornella Luna Wächter 24.02.2017

Fitte Fische aus Mariazell

Die Marke Vonatur Transgourmet setzt auf Storytelling und ergänzt die Speisekarte mit Youtube-Filmchen.

••• Von Ornella Luna Wächter

WIEN. „Wir machen Slow Food mit Flossen”, beschreibt ­Alexander Quester die Arbeit seiner Fischzucht in Mariazell. Der Steirer hält Saiblinge und Forellen in seinen Teichen, die zweieinhalb bis drei Jahre heranwachsen müssen, bevor sie verarbeitet werden können. „Viele manuelle Schritte” würde das einbinden, Stromschläge setzt Quester beispielsweise nicht ein. Entscheidend für den guten Geschmack sei neben tiergerechter Haltung aber auch das kristallklare Gebirgswasser, wo die Fische viel Bewegung in sauerstoffreichem Wasser haben.

Markenversprechen

Serviert wird diese Geschichte künftig bei allen Gastronomen, die Produkte der Marke ­Vonatur von Transgourmet beziehen – in Form von Tischaufstellern, Fotos oder eigens produzierten YouTube-Clips. Vonatur ist überzeugt davon, dass sich der Großteil der Kundschaft in der Gastronomie genau über Herkunft, Qualität oder Nachhaltigkeit der Gerichte auf der Speisekarte informiert – und am Ende bereit ist, dafür zwei bis vier Euro mehr zu zahlen, so Thomas Panholzer, Geschäftsführer von Transgourmet Vonatur. Die Gäste wollen wissen, was auf dem Teller liegt, woher die Zutaten kommen, wie Tiere gehalten werden, was für Futter sie bekommen.

Kritisch im Konsum

„Kunden sind heutzutage kritisch und fordern gewisse Standards wie Nachhaltigkeit”, so Panholzer. Die Eigenmarke deckt also einerseits eine Serviceleistung für die Gastronomie ab, im Vonatur-Portfolio finden sich nur „streng geprüfte” Produkte mit einem dreistufigen Notensystem: Good, better, best, wobei das Ziel ist, die Produktpartner zum „best” zu befördern. Andererseits möchte Vonatur auch die Restaurantbesucher erreichen und mittels „emotionaler Tools” über die Hintergründe aufklären.

Seit drei Wochen ist das Projekt von Panholzer und Manfred Hayböck (ebenfalls CEO) auf dem Markt und umfasst rund 100 Produkte von insgesamt zehn Produzenten. Darunter viel Fleisch (vom Schwein, Rind, Huhn und Fisch), Bio-Wein oder Milchprodukte wie Schaf- und Heumilchkäse. Sei es nun das seit 16 Generationen geführte Weingut, der „sportliche” Fisch aus Mariazell oder das Rind vom Bauern Franz, der seine Tiere gut pflegt – jede Geschichte ist erzählenswert.
Bis zum Ende des Jahres will Transgourmet Vonatur mit 100 weiteren Produkten aufstocken und diese vorwiegend an die „gehobene Gastronomie” vertreiben bzw. die vier- und fünf-Sterne Hotellerie; von 1.000 potenziellen Adressaten ist die Rede. Der neue Vertriebskanal Vonatur ist neben Österreich seit 2016 auch in Frankreich, Deutschland und der Schweiz vertreten.

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