Flächenstopp im LEH
© APA/Helmut Fohringer
RETAIL Redaktion 07.03.2025

Flächenstopp im LEH

Laut aktueller Betrachtung von RegioData ist die Expansion im LEH Geschichte – zumindest, was das Flächenwachstum betrifft.

WIEN. Der Handel in Österreich baut seine Filialnetze kaum noch aus – das geht aus einer aktuellen RegioData-Studie hervor. 732 Vertriebslinien aus 24 Branchen wurden unter die Lupe genommen. Demnach gibt es nun im LEH erstmals einen Flächenrückgang, lediglich die Gastronomie legt weiter zu – mit abgeschwächter Dynamik.

„Statt flächendeckender Präsenz setzen Lebensmittelhändler zunehmend auf profitablere Standorte und optimieren ihre Filialkonzepte für veränderte Marktbedingungen”, heißt es per Aussendung. Die Billa-Gruppe habe jüngst 24 Standorte geschlossen. Unimarkt und Nah&Frisch hätten ihr Filialnetz um je rd. 20 Filialen reduziert.

Bäckereien unter Druck

Schließungen gebe es auch in Branchen, die bisher gut gelaufen sind – etwa Bäckerei-Ketten wie Backwerk oder Fitnessstudios wie Mrs. Sporty. „Besonders hart” seien spezialisierte Händler im Sport-, Mode- und Schmucksegment betroffen. „Immer mehr Konsumenten kaufen online oder bei großen Generalisten”.

Bei den Non-Food-Diskontern wie Action, Tedi oder Kik stagniere die Zahl der Filialen nach starkem Wachstum in den letzten Jahren. Eine Ausnahme stelle hier Tedi dar, die „mit 16 neuen Filialen weiterhin auf Expansion” setzen würden. Auch Action baue sein Netz aus.
Gut laufe es in der Gastronomie mit neuen Konzepten wie „Kenny’s” oder „Kaiser’s”, die stark ausbauen würden. (red)

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