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Gashahn zugedreht © dm / Wolfgang Lienbacher

Andrea Renezeder, Managerin Expansion international, und dm-Geschäftsführer Thomas Köck in der dm-Firmenzentrale in Salzburg.

© dm / Wolfgang Lienbacher

Andrea Renezeder, Managerin Expansion international, und dm-Geschäftsführer Thomas Köck in der dm-Firmenzentrale in Salzburg.

Redaktion 23.09.2022

Gashahn zugedreht

dm stellt im Verteilzentrum Enns und in der Zentrale in Salzburg auf Geothermie und Solarenergie um.

WALS / ENNS. Was als ökologische Maßnahme gestartet wurde, erhält nun durch die Energiekrise einen Turbo: Innerhalb weniger Monate dreht Drogeriemarktführer dm im Verteilzentrum Enns sowie in der Firmenzentrale in Salzburg-Wals den Gashahn ab – und steigt auf Geothermie und Solarenergie um. Auch in den Filialen läuft ein ehrgeiziges Programm zur Umrüstung: Knapp drei Viertel der österreichischen Filialen (282 von 386 Standorte) sind bereits gasfrei, weitere 69 sollen zügig auf alternative Energieträger umgestellt werden.

Allein in Enns sollen durch die (ab November einsatzbereiten) Wärmepumpen jährlich zwei Mio. kWh von Gas auf erneuerbare Energie umgestellt und damit rund 880 t CO2 pro Jahr eingespart werden; knapp eine weitere Mio. kWh und rd. 412 t CO2 soll die Nachrüstung in der Zentrale – bis Jahreswechsel sollen neue Brunnenanlagen die vorhandenen Kapazitäten aus Sonnen- und Ökostrom ergänzen – in Salzburg bringen.

Bedarf variiert

„Aktuell nutzen wir noch in 104 von 386 Filialen in irgendeiner Form Gas – oft jedoch nur isoliert, zum Beispiel für den Torluftschleier an den Eingangstüren, sodass einerseits die Mengen klein und andererseits eine Umrüstung technisch relativ einfach möglich ist”, erläutert dm-Geschäftsführer Thomas Köck. Filialen, die derzeit noch Gas nutzen, würden bei Umbaumaßnahmen vorgereiht, um den endgültigen Ausstieg zu beschleunigen. „Bei der Geschwindigkeit der Maßnahmen sind wir leider durch die Verfügbarkeit von Fachfirmen sowie Lieferengpässe gebremst”, berichtet Köck. (red)

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