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Gemüseproduktion auf Hochbetrieb © www.zweischrittweiter.at

Nach einjähriger Vertriebspartnerschaft von LGV-und SSG folgte 2019 die Fusion unter der Ägide des neuen Alleinvorstands Josef Peck, der die Gemüseproduzenten aus dem Seewinkel seit 1989 vertritt.

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Nach einjähriger Vertriebspartnerschaft von LGV-und SSG folgte 2019 die Fusion unter der Ägide des neuen Alleinvorstands Josef Peck, der die Gemüseproduzenten aus dem Seewinkel seit 1989 vertritt.

Redaktion 17.04.2020

Gemüseproduktion auf Hochbetrieb

Die Produzenten von Obst und Gemüse haben alle Hände voll zu tun – die Nachfrage ist groß wie nie.

WIEN. 2019 war ein bewegtes Jahr für die Obst&Gemüse-Industrie. Nachdem LGV-Frischgemüse und Seewinkler Sonnengemüse 2017 ihre langjährige Vertriebskooperation nach einem fünfjährigen Intermezzo wiederaufnahmen, gingen sie 2019 den nächsten Schritt und fusionierten, zu „LGV Sonnengemüse”.

Infolge der Verschmelzung konnte man 2019 ein saftiges Umsatzplus von 12 Mio. € verzeichnen; mit 2020 konnten darüber hinaus 17 weitere Gemüsebauern aus der Steiermark als neue Mitglieder der Genossenschaft begrüßt werden.

efko investiert in neues Werk

Auch efko machte Schlagzeilen –mit einer neuen Vitana-Produktionsstätte in Guntramsdorf, die heuer erbaut und 2021 in Betrieb gehen soll. In das neue Werk werden 22 Mio. € investiert. „Die Frische ist ein stark wachsendes Geschäftsfeld. Als einer der größten heimischen Verarbeiter von Obst und Gemüse ist dieser Markt hochgradig strategisch relevant für uns”, so efko-Geschäftsführer Klaus Hraby.

Die Investition in eine „hochmoderne Produktionsstätte” sei „demnach nur ein logischer Schritt, um unsere Wettbewerbsfähigkeit im bestehenden Marktumfeld auch zukünftig zu behaupten und Raum für weiteres Wachstum zu schaffen”.
Derzeit sei man – angesichts enormer, der Coronakrise geschuldeter Nachfragespitzen – darauf aus, Zeit zu gewinnen, um den direkten Anschluss an die Ernte bestmöglich zu schaffen: Bei der Herstellung von Essiggurken, Salaten und Roten Rüben habe man auf Reserven der Landwirte zurückgreifen können, die Gurkenernte könne man mit einer (teuren) Vorverlegung der Vorbereitung der Gemüsekulturen um zwei Wochen vorverlegen, einige Produkte „werden uns aber ausgehen”.
Von „neuen Herausforderungen” weiß auch Josef Peck, Vorstand der LGV Sonnengemüse, zu berichten: Da sich die Produktion des Frischgemüses auf über 150 kleinstrukturierte Familienbetriebe verteile, konnte die Belieferung des LEH bisher gut bewerkstelligt werden; für den Ernstfall hat man aber einen Pool an potenziellen Ernte­helfern generiert.

Rosige Zukunft

Neben Frische und Verpackung(-slosigkeit) ist auch Convenience ein beherrschendes Thema der Industrie; hier sind die meisten Produktinnovationen auszumachen. Beim Prestigeprojekt Billa Euro Plaza, wo eine zukunftweisende Integration von LEH und Convenience vorgeführt wird, ist etwa SanLucar mit einer großen Smoothiebar prominent vertreten.

Auch wenn die Coronakrise eine schwierige Situation mit ungewissen Folgen darstellt, sind der Branche insgesamt dank des Megatrends zu gesunder, fleischarmer Ernährung gute Aussichten beschieden. Peck: „Einer Prognose eines Handelspartners zufolge wird der Bedarf an Gemüse bis zum Jahr 2030 um 75 Prozent steigen. Ich halte das nicht für unmöglich und bin von einem rasanten Anstieg der Nachfrage nach frischem Gemüse in den nächsten Jahren überzeugt.” (haf)

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