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Große Not ohne Brot
Redaktion 04.02.2022

Große Not ohne Brot

Zum ersten Mal in meinem Leben ist mir, der immer auf Reserven bedacht ist, das Brot ausgegangen.

Die Finstere Brille ••• Von Christian Novacek

 

PANIKATTACKE. Die Versorgungskrise hat mich erreicht: Der Zusteller vom Billa murmelte was von „da haben sie im Lager einen Fehler gemacht”. Und weil meine grimmige Miene unter der Maske verborgen war, konnte ich ihn nicht überreden, mein fehlendes Sonnen-Ura im Sinne einer eleganten Problemverlagerung durch einen Brotwecken aus einem anderen Zustellsackerl zu ersetzen. Es standen also brotlose Tage ins Haus. Damit die nicht überhand nehmen, bestellte ich flugs beim Konkurrenten Interspar – vorsichtshalber zwei statt dem üblicherweise einen Vollkornwecken.

Zwei Tage später die Lieferung, aufgepimpt mit zwei Schachteln Kondome, die ich sicher nie brauch, mit denen ich aber locker auf die 100 Euro Lieferfreigrenze komm. Indes: Brot war leider keines dabei! Weil: Ich hab keine Ersatzartikel zugelassen und das Vollkornbrot war aus.
Tja, um nicht das Wochenende Kohlenhydrate aus zermatschten Erbsen aus dem iglo TK-Gemüse generieren zu müssen, schritt ich zu jener Tat, die ich eigentlich vermeiden wollte: auf in den örtlichen Billa! Schnell rein, drei Wecken Brot schnappen (man kanns angeblich einfrieren), Kassa. Und die Mutmaßung: Masken tragen manche aus kosmetischen Gründen, weil sie offenbar grad Zahnbehandlung haben.

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