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Hofer spart 1.000 Tonnen Plastik ein © Hofer(2)

AugenfälligHofer-Chef Horst Leitner: „Produkte mit optimierten Verpackungen sind bei Hofer mit dem ‚Hofer Verpackungsmission-Logo' gekenn­zeichnet.”

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AugenfälligHofer-Chef Horst Leitner: „Produkte mit optimierten Verpackungen sind bei Hofer mit dem ‚Hofer Verpackungsmission-Logo' gekenn­zeichnet.”

Redaktion 31.01.2020

Hofer spart 1.000 Tonnen Plastik ein

Beim Diskonter wird im Rahmen der Verpackungsmission mächtig Plastikverpackung reduziert.

SATTLEDT. Die im Jahr 2018 initiierte „Hofer Verpackungsmission: Vermeiden. Wiederverwenden. Recyceln” zieht nach über einem Jahr Verpackungsoptimierung Bilanz: Mit Maßnahmen wie zum Beispiel der Auslistung von Einwegplastikprodukten wurde eine jährliche Ersparnis von über 1.000 t Verpackungsmaterial erreicht.

Einsparen & recyceln

Rund 900.000 t Kunststoff­abfälle fallen jedes Jahr in Österreich an, knapp ein Drittel davon wird wiederverwertet. Die Verpackungsvermeidungsziele des Diskonters reichen von gänzlich eingesparter oder nachhaltigerer Verpackung bei 50% des Obst- und Gemüsesortiments (bis Ende 2020) über die Recyclingfähigkeit bei 100% der Exklusivmarken-Verpackungen des Standardsortiments (bis Ende 2022) bis hin zu 30% Reduktion des Materialeinsatzes bei Exklusivmarken-Verpackungen (bis Ende 2025).

Die Maßnahmen zwecks Zielerreichung werden laufend umgesetzt – ergo gibt es eine Zusammenarbeit mit der Umweltschutzorganisation Global 2000, insbesondere in den Bereichen Bewusstseinsbildung und Littering.

Aus für Einwegplastik

Der aktuell wichtigste Schritt in Richtung umweltfreundlicher Supermarkt ist die mit Ende 2019 erfolgte Auslistung sämtlicher Einwegplastikprodukte wie beispielsweise Becher, Geschirr, Besteck oder Wattestäbchen mit Plastikschaft. Die Umstellung auf Wattestäbchen mit Papierschaft vermeidet laut Hofer rund 50 t Kunststoff jährlich.

Ebenfalls im Fokus: Das Angebot an unverpackten Artikeln bei Obst und Gemüse wird laufend ausgebaut. Karfiol, Chinakohl und Gurke kommen bereits gänzlich unverpackt daher.
Ermöglicht wird das durch den Einsatz von Natural Branding, der natürlichen Beschriftung mittels Lasergravur auf der Schale, die auch konventionelle Sticker zur Deklaration ersetzt. Dieserart werden jährlich rund 51 t Kunststoff eingespart. Mit der Inbetriebnahme einer Natural Branding-Anlage im Burgenland im Frühjahr 2019 hat Hofer die Weichen gestellt, um das Angebot an gebrandeten Produkten weiter auszubauen.

Holzfasern als Alternative

Wo es nicht ohne Verpackung geht, kommen alternative oder besonders recyclingfähige Verpackungsmaterialien zum Einsatz. Bei den Bio-Marken „Zurück zum Ursprung” und „Natur Aktiv” werden etwa biogene Netze aus Holzfasern verwendet. Im Einsatz sind diese unter anderem bei Bio-Kartoffeln oder Zwiebeln. Eine weitere Alternative sind kompostierbare Zellulosefolien bei Bio-Obst und -Gemüse. Zukünftig soll übrigens auch die konventionelle Ware verstärkt auf in Zellulose gehüllt werden. (red)

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