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Hyper-Convenience © Ecker & Partner

David Bosshart, CEO Gottlieb Duttweiler Institut: „In einem Unternehmen übernimmt der Chef hier eine klare Vorbildfunktion.”

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David Bosshart, CEO Gottlieb Duttweiler Institut: „In einem Unternehmen übernimmt der Chef hier eine klare Vorbildfunktion.”

Redaktion 19.05.2017

Hyper-Convenience

Die Konsumenten im Jahr 2025 legen großen Wert auf Schnelligkeit, Präzision und Flexibilität.

WIEN. Bezahlung mittels NFC, „Shop and Go”-Modelle oder Augen- und Gesichtserkennung – das sind einige der Errungenschaften, die mittels Digitalisierungswelle in unser Leben treten. David Bosshart, CEO des Gottlieb Duttweiler Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft, sprach beim vorwöchigen Business Breakfast von Ecker & Partner über gegenwärtige Entwicklungen und Zukunftsaussichten im Handel, die mit dem Innovations-Boom einhergehen.

Ausblick auf 2025

Konsumenten im Jahr 2025 legen großen Wert auf Schnelligkeit, Präzision und Flexibilität – und das klarerweise im Gesamtpaket. „Hyper-Convenience” lautet das dazugehörige Schlagwort, dem laut Bosshart die Zukunft gehören wird. Da und dort sei sie bereits heute gelebte Realität: Durch die Minimierung der Transaktionszeiten, neue Bezahlmöglichkeiten und aufgrund neuer Shop-Formate, werden die Impulskäufe wieder schneller. „Das kurbelt den Handel massiv an”, ist Bosshart überzeugt.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Logistik, Sortimentsgestaltung, Preisbildung und enge Kundenbeziehungen die ursprünglichen Kernkompetenzen des Handels sind. Für Bosshart ist klar, dass künftig das stärkere Augenmerk auf die Kundenbeziehung, Personalisierung und Emotionalisierung gelegt werden muss: „Lokale Anbieter haben hier einen klaren Vorteil, den sie auch nützen müssen”, meint der Wirtschaftsprofi.

Handel als Schnittstelle

Essenziell für den Handel wird sein, wer künftig die Schnittstellen zwischen realer und virtueller Welt besetzt – und somit den Einkaufsprozess auf allen Kanälen vereinfacht oder durch spannende Convenience-Features ergänzt. Bosshart nennt Starbucks als Vorreiter, zumal hier erstmals – und das vor bereits mehr als 15 Jahren – kostenfreies WLAN angeboten wurde. Der „Trend hin zu WLAN im Shop kommt erst jetzt in der D-A-CH-Region an.” Auch Amazon kann sich bei den Trendsettern und Innovationsmotoren einreihen: Amazon Go, der erste Check-Out-freie Supermarkt, bietet noch schnelleres und entspannteres Einkaufen. Hyper-Convenience für Kunden steht dabei im Fokus, der Trend soll weltweite Wogen schlagen. (red)

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