RETAIL
I am from Nirvana
Redaktion 27.03.2020

I am from Nirvana

Anstrengende Zeiten jetzt: Balkonsangeskünste und stockender E-Commerce verleiden das Homeoffice.

Die Finstere Brille ••• Von Christian Novacek


DAGEGEN. Ich kann halt nicht aus meiner Haut und bin leicht auf Contra gebürstet: Diese Balkonsangeskünste und das Applaudieren – mich macht das aggressiv. Glücklicherweise hab ich in Gumpoldskirchen noch keinen singen gehört, ergo musste ich auch noch nicht aus dem Homeoffice brüllen. Was so schal ist dran: Jetzt applaudieren und dann, hernach, die Wertschätzung wieder runterfahren?! Das sagt jetzt natürlich nix übers Singen aus, aber „I am from Austria” pack ich halt auch nicht.

Alles auf online – nicht wirklich super!

Wie stark oder schwach der E-Commerce hierzulande ist, durfte ich dieser Tage live erleben: Das einzige, was ich unbedingt wollte, nämlich Brot, haben sie „vergessen”.Der Käse kam statt in Scheiben gerieben. Die Frische, von der man mir gerühmt hatte, wie toll die geliefert wird, war bei den Tomaten genauso angeschimmelt wie im stationären Geschäft. Neue Lieferfenster? Sowieso Fehlanzeige. Da wird zwar versprochen, dass die aufgeschaltet werden – aber wann und wie? Gibt’s eine Lotterie?! Zu guter Letzt: Sicherheitsabstand? Na grad, dass mich der Lieferant nicht abgeschmust hat!

Naja, mal sehen, heut Abend kommt die Weinlieferung, da wird wohl zumindest der Alkoholgehalt aufgeschaltet sein.

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