RETAIL
Im Auftrag der Frische
Redaktion 11.10.2019

Im Auftrag der Frische

Wenn’s um die Billa-Frischegarantie geht, hab ich als retail-Redakteur keinen Genierer.

Die Finstere Brille ••• Von Christian Novacek


SCHNORRI. Als korrekter Billa-Kunde hat man auch unangenehme Verpflichtungen wahrzunehmen. Der Kollege aus der Produktion ärgerte sich darüber, dass er abgelaufene schokolierte Früchte von Heindl gekauft hat – und ich mach ihn natürlich auf die Frischegarantie aufmerksam. Frischegarantie, was? Ja, beim Billa gibt es für jedes abgelaufene Produkt ein frisches gratis, und das hält selbst in Zeiten, wo das nicht mehr sehr lautstark kommuniziert wird. Also auf zum Billa, zu dritt, weil potenziell gibt es mehrere Bonbons, die sich zum Datum ihrer Haltbarkeit nicht selbsttätig im Regal vernichtet haben.

An der Kassa beanspruche ich souverän meine Frischegarantie-Rechte, immerhin bin ich seit Studententagen Frischegarantie-Profi. Damals gab’s Kapsreiter in Mengen, weil in der guten alten Zeit war das großzügig angelegt: Wenn ich 15 Flaschen über der Mindesthaltbarkeit fand, durfte ich 15 frisch und gratis nach Hause schleppen. Heute wärs nur mehr eins pro Frische-Attentat. Und deswegen sind wir zu dritt in die Filiale in Simmering, für drei Packungen Schoko-Früchte. Es wurden indes nur zwei, weil’s dem jungen retail-Kollegen an der Kassa zu peinlich dünkte – aber Routine und Erfahrung kommen schon noch mit den (retail-)Jahren.

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