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Internet-Rakete zieht runter © United Internet/Markus Hauschild

Vorstandschef Ralph Dommermuth hält rund 40 Prozent an United Internet.

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Vorstandschef Ralph Dommermuth hält rund 40 Prozent an United Internet.

Redaktion 27.05.2016

Internet-Rakete zieht runter

United Internet wächst, aber der Gewinn schmiert ab – schuld ist eine 435 Mio. Euro-Investition bei Rocket Internet.

BERLIN. Der Kurssturz bei den Aktien von Rocket Internet hat dem Internet- und Telekomkonzern United Internet den Jahresbeginn verhagelt. Weil das Unternehmen mit den Marken 1&1, GMX und Web.de eine Wertminderung von 156,7 Mio. € auf das Aktienpaket an der Start-up-Schmiede verbuchen musste, fuhr United Internet im ersten Quartal einen Verlust von 55,6 Mio. € ein – ohne Rocket-Beteiligung wäre somit ein Gewinn von 100 Mio. € möglich gewesen.

Midas der Onlinebranche

Im Jahr zuvor lag der Gewinn bei 78,6 Mio. €. United Internet hält rund zehn Prozent an Rocket Internet, dem Berliner Unternehmen; der Aktienkurs war seit dem Einstieg deutlich abgerutscht. Im Tagesgeschäft lief es für den Konzern von Vorstandschef Ralph ­Dommermuth – für viele Investoren gilt er als der Midas der Onlinebranche – deutlich runder als bei den Investments. In den ersten drei Monaten konnte der Konzern die Zahl der Vertragskunden um 270.000 steigern. Dank des starken Kundenzulaufs vor allem bei den Mobilfunkkunden kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 968,6 Mio. €. Dommermuth hält rund 40% der Aktien an ­United Internet.

Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) blieben mit 202,7 Mio. € knapp 17% mehr übrig. Beim operativen Ergebnis schnitt das Unternehmen wie von Analysten erwartet ab. (red)

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