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Ja! Natürlich am Weg zu 100% Green Packaging © Panthermedia.net/Arturs Budkevics
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Nicole Sziesz 03.05.2019

Ja! Natürlich am Weg zu 100% Green Packaging

Umweltfreundliches Verpacken lautet die Devise von Ja! Natürlich. Wie alles anfing und wohin die Nachhaltigkeitsreise heuer noch gehen soll.

••• Von Nicole Sziesz

Bereits 75% des Obst- und Gemüsesortiments von Ja! Natürlich werden lose oder in umweltfreundlicher Verpackung verkauft. Da fehlt nicht mehr viel auf die vollen 100%. Für 2019 auf dem Plan steht also, auch das restliche Sortiment sukzessive auf Green Packaging umzustellen.

Die Reise in Richtung Green Packaging begann bei Ja! Natürlich erstmals im Jahr 2011 mit der schrittweisen Umstellung auf umweltschonendere Verpackungsalternativen. Dadurch konnte man in den vergangenen Jahren bereits über 480 t Plastik einsparen. Im Jahr 2013 wurden zunächst die Kunststofftassen bei der Obst- und Gemüseverpackung durch Kartontassen ersetzt und weitere Produkte in biologisch abbaubare Zellulosefolie auf Holzbasis verpackt. 2014 folgte dann der nächste Meilenstein: mit der Umstellung auf Zellulosenetze, in denen Zwiebeln, Salaterdäpfel, Rote Rüben und zum größten Teil Zitrusfrüchte verpackt werden. Der Stoff, aus dem die Netze hergestellt werden, wächst zu 100% nach. Obst und Gemüse muss man aber nicht zwingend in einer Verpackung, egal ob nachhaltig oder nicht, anbieten. Es geht viel einfacher: Nach einem Test mit den Bio-Avocados gibt es jene seit 2016 nämlich komplett unverpackt zu kaufen. Das gewohnte Ja! Natürlich-Logo ist hierbei gelasert auf der Frucht angebracht. Das Lasern ist eine umweltfreundliche Methode, da das Logo nur mit einem gebündelten Lichtstrahl (ohne Farbe!) auf der Frucht angebracht wird. Im Folgejahr wurde dann das Graspapier mit ins Sortiment genommen. Es setzt sich aus 40% Gras und 60% Frischfaser aus FSC-zertifiziertem Holz zusammen und besteht somit aus 100% nachwachsenden Rohstoffen, die keine mineralölhaltigen Schadstoffe enthalten und schwermetallfrei sind. Der letzte Clou folgte dann im Jahr 2018, als erstmals die Ja! Natürlich- Bio-Karotten anstatt in einem Plastikbeutel in einem nachhaltigen Beutel auf Basis nachwachsender Rohstoffe verpackt wurden. Der neue Beutel besteht zu 40% aus nachwachsenden Bestandteilen wie Distel- und Sonnenblumenöl und ist biologisch abbaubar.

Neue Produkte für den Garten

Passend zum Frühling und nahendem Sommer, präsentieren sich auch die Garten-Produkte der Bio-Marke ab sofort in einer ökologischeren Hülle. Gewählt wurde hier ein Karton aus Graspapier, welches aus einer Kombination von sonnengetrocknetem Gras und Frischfaser erzeugt wird. So besteht es aus 100% nachwachsenden Rohstoffen, enthält keine Schadstoffe und kommt bei der Produktion ohne viel Wasser und Energie aus. In der neuen Verpackung kleiden sich zukünftig die Bio-Blumen- und Kräutermischung, 22 Wildblumen-Samen, der Garten- und -Spielrasen sowie der Bio-Regenerationsrasen.

Hoch die (Feinkost-)Tassen!

Die Ja! Natürlich-Käsescheiben in der Feinkost werden ab sofort auf Papiertassen gelegt, die im Altpapier entsorgt werden können. Kunden von Ja! Natürlich sollen vermehrt den Wunsch nach umweltfreundlicher Verpackung in der Feinkost geäußert haben. Diesem Anliegen, das weiterhin die Haltbarkeit und den Schutz der Produkte verspricht, komme man jetzt nach. Die Papierschale besteht aus 80% Frischfaser und nur 20% Kunststoff. Der CO2-Fußabdruck konnte mit der neuen Papiertasse im Vergleich zur bisher verwendeten Plastiktasse um rd. zwei Drittel reduziert werden. Bio Alpkönig, Bio Gouda, Bio Emmentaler, Bio Butterkäse und Bio Bergkäse machen mit insgesamt 800.000 Packungen pro Jahr den Anfang – weitere Umstellungen sind angedacht.

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