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„Jetzt geht wieder das Hamstern los” © Nöm (2)

Die Nöm hat ihren zusätzlichen Sicherheits- und Hygieneaufwand nach dem letzten Lockdown nicht gelockert, sondern laufend an weiteren Verschärfungen gearbeitet.

© Nöm (2)

Die Nöm hat ihren zusätzlichen Sicherheits- und Hygieneaufwand nach dem letzten Lockdown nicht gelockert, sondern laufend an weiteren Verschärfungen gearbeitet.

Redaktion 13.11.2020

„Jetzt geht wieder das Hamstern los”

Sowohl im Export als auch in Österreich leidet der „To go-Bereich” der Nöm; die weiße Palette entwickelt sich gut.

BADEN. Österreich ist im zweiten Lockdown – auch die Nöm hat sich darauf vorbereitet. „Wir haben unseren zusätzlichen Sicherheits- und Hygieneaufwand nach dem letzten Lockdown nicht gelockert. Im Gegenteil, wir haben laufend an weiteren Verschärfungen gearbeitet, um unser Nöm-Team zu schützen und unseren Handelspartnern auch in dieser besonderen Zeit zur Seite zu stehen und die Regale der Märkte für die Konsumenten zu füllen. Als Nahversorger der Region Wien, Niederösterreich und dem Burgenland liegt das in unserer Verantwortung”, sagt Nöm-Vorstand Alfred Berger.

Die Liste der Corona-Maßnahmen bei der Nöm ist lang. Bereits im März hat das Unternehmen Fieberkontrollen eingeführt. Mehrmals täglich werden sämtliche Räumlichkeiten und Maschinen desinfiziert. Die Mitarbeiter des gesamten Administrationsbereichs sind seit zwei Wochen wieder in Telearbeit.
„Das alles ist natürlich mit Mehrkosten verbunden, aber machbar. Interessant wird eher die Frage, wie diese Kosten zukünftig abgedeckt werden. Uns kosten die Corona-Maßnahmen im Haus monatlich ca. 240.000 Euro und das bereits seit diesem Frühjahr”, so Berger.

Konsumentenverhalten

Sowohl im Export als auch in Österreich leidet der „to go-Bereich”. Der Produktmix hat sich deutlich zu Handelsmarken und Milchbasis-Produkten hin verändert. Das bedeutet: Es wird die gleiche Milchmenge verarbeitet, aber mit deutlich weniger Ertrag.

Die Profitabilität leidet in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise. Mit der Verschärfung der Maßnahmen wird sich dieser wohl auch weiterhin nicht schnell erholen, erklärt Berger. Speziell Produkte der weißen und gelben Palette zeigen eine gute Entwicklung, die auf erhöhte Koch- und Backaktivitäten zu Hause zurückzuführen sind; am meisten wachsen dabei die Diskont- Artikel.
„Corona hat alles etwas durcheinandergebracht. Nach Hamsterkäufen bei den Basisprodukten und dem Einbruch bei den to Go-Produkten, ist kurzfristig etwas Normalität in Sicht gewesen. Jetzt geht wieder das Hamstern los”, so Berger. „Wir merken auch in den verschiedenen europäischen Ländern, die wir beliefern, Unterschiede im Konsumentenverhalten. Interessanterweise tut sich das stärkste Land in Europa, Deutschland, am schwersten. Die Ostländer sind da deutlich krisen­erprobter und reagieren viel schneller.”

Stabilität bei Produktion

Die Bekämpfung des Coronavirus wird noch Monate dauern. Stabile Partnerschaften haben sich aber während der vergangenen Monate bewährt, auch bei der Nöm. „Wir haben gesehen, dass ein durchdachtes Krisenmanagement von Anfang an unumgänglich ist.” (dp)

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