Konjunkturreport ortet Aufwärtstrend© Bazzoka Creative GmbH
Stimmungsbild hellt sich aufFür 2024 und 2025 wird im Zuge des Anstiegs des real verfügbaren Haushaltseinkommens wieder eine höhere Konsumnachfrage der privaten Haushalte erwartet.
RETAIL Redaktion 09.02.2024

Konjunkturreport ortet Aufwärtstrend

Steigende Konsumlaune und ein Rückgang bei den unbesetzten Stellen stimmen vorsichtig optimistisch.

WIEN. Der aktuelle Konjunkturreport Einzelhandel des Wirtschaftsforums im Auftrag des Handelsverbands zeigt, dass sich vor dem Hintergrund einer gesamtwirtschaftlichen Stabilisierung auch die Stimmungsindikatoren der österreichischen Einzelhandelsunternehmen langsam verbessern; insbesondere die unternehmerischen Erwartungen haben sich demnach in den letzten Monaten anhaltend und überraschend positiv entwickelt.

Der Geschäftsgang im Einzelhandel fiel zu Jahresende indes erneut verhalten aus, sodass im Gesamtjahr real ein Umsatzrückgang von –3,4% zu Buche steht.

Bessere Aussichten

„Minus 3,4 Prozent Umsatzentwicklung im Vorjahr geben natürlich keinen Anlass zum Feiern. Aber zumindest 2024 dürfte die Entwicklung deutlich besser ausfallen. Im Zuge des Anstiegs des real verfügbaren Haushaltseinkommens hofft die ganze Branche auf eine stärkere Konsumnachfrage der privaten Haushalte. Wir rechnen heuer mit einem Plus von 1,6 Prozent”, prognostiziert Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

Nicht nur händlerseits habe sich die Stimmung aufgehellt, „auch das Konsumentenvertrauen, insbesondere die Erwartungshaltung bezogen auf die finanzielle Situation in den kommenden zwölf Monaten”, ergänzt Wifo-Ökonom Jürgen Bierbaumer.

Trendwende im Gange

Nach dem BIP-Rückgang im zweiten und dritten Quartal 2023 deuten erste Wifo-Berechnungen für das vierte Quartal auf einen leichten Zuwachs hin; gemäß aktuellen Berechnungen dürfte sich die Entwicklung in der ersten Jännerhälfte weiter stabilisiert haben. Auch am Arbeitsmarkt tut sich etwas: Der Bestand an unbesetzten Stellen im Einzelhandel ging auf rd. 1.660 deutlich zurück und lag damit im Jänner um fast 25% unter dem Vorjahreswert. (red)

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