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Koste es, was es wolle!
Redaktion 20.03.2020

Koste es, was es wolle!

In dieser lahmgelegten Zeit wirken plötzlich Politiker, die mich sonst eher aufregen, beruhigend.

Die Finstere Brille ••• Von Christian Novacek

RUHIG, BRAUNER! Das ging schnell, vom Herunterspielen bis zur plastischen Wahrnehmung einer neuen, virenverseuchten Wirklichkeit war’s ein Wimpernschlag. Die Regierung zeigt, „was alles möglich” ist – und ich finde das gut. Was bei alldem nicht ins Wanken geraten sollte, ist die Contenance. Die negative Gesamtsituation wird weichen, früher oder später. Ein „Danke, Corona, für die Entschleunigung!” ist zwar bei mir nicht drin, aber ein „Ruhig, Brauner!” sprech ich mir allein daheim jetzt sogar öfters vor.

Inwieweit uns harsche Auszucker der Panik noch beschäftigen werden, bleibt offen. Fakt ist aber, dass bis dato alle einen soliden Job machen: Regierung, Wirtschaft, Gewerkschaft und natürlich Lebensmittelhandel und -industrie.

Versorgungssicherheit ist das wichtigste Kriterium in Zeiten der Krise. Und an genau dieser lassen die Händler keinen Zweifel aufkommen. Das ist gut so und die kräftigste Beruhigungspille, die es überhaupt geben kann!

Andere sind weniger gut dran. Regierungen, die erst die Gefahr runterspielen und dann zu drastischen Verhaltensregeln aufrufen, haben’s gründlich versemmelt. Hierzulande ist in Kombination mit historisch gepflegtem Gehorsamswillen die Situation deutlich besser.

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