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Lieferketten mit Ölungsbedarf © Panthermedia.net/Gorodenkoff

Im Zuge der Coronakrise traten besonders bei Konsumgüterherstellern und im Einzelhandel Schwächen in der Lieferkette zutage. Viele Unternehmen planen nun ­Optimierungen.

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Im Zuge der Coronakrise traten besonders bei Konsumgüterherstellern und im Einzelhandel Schwächen in der Lieferkette zutage. Viele Unternehmen planen nun ­Optimierungen.

Redaktion 19.03.2021

Lieferketten mit Ölungsbedarf

FMCG-Branche und Einzelhandel planen mehrheitlich, ihre Supply-Chain-Strategien zukunftsfit zu machen.

WIEN. Laut groß angelegter internationaler Studie des Capgemini Research Instituts planen zwei Drittel der Konsumgüterunternehmen und Einzelhändler zukunftsorientierte Optimierungen ihrer Supply-Chain-Strategien: 66% der 400 befragten Führungskräfte aus elf verschiedenen Ländern gaben an, ihre Strategie in den nächsten drei Jahren erheblich zu ändern, um sich an die Auswirkungen der Pandemie anzupassen und die Resilienz ihrer Betriebsabläufe zu stärken.

Weckruf Covid-19

Die Coronakrise sorgte beim Gros der befragten Unternehmen für Beeinträchtigungen und Störungen im Zusammenhang mit der Lieferkette sowie Schwierigkeiten bei der Bedarfsplanung und fungierte so als „Weckruf”, erklärt Wolfgang Mandl, Sales Director bei Capgemini in Österreich.

So hatten 75% der Konsumgüterhersteller mit Problemen bei der Anpassung der Produktionskapazität (erhöhen/verringern) zu kämpfen. Mehr Transparenz in der Lieferkette, wie von den Studienautoren empfohlen, könne dabei helfen, operative Entscheidungen auch in Echtzeit zu treffen. Mandl analysiert: „Konsumgüterunternehmen und Einzelhändler erkennen das große Risiko zukünftiger Beeinträchtigungen. Die meisten wollen daher agiler werden, um ihre Lieferketten schnell anpassen zu können und so eine Resilienz zu entwickeln. Die Pandemie wirkt letztlich als Beschleuniger der Digitalisierung.” (red)

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