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Milchbruderschaft Salzburg–Gmunden © SalzburgMilch

Die Obmänner der Alpenmilch Salzburg Genossenschaft und der Gmundner Molkerei, Robert Leitner (l.) und Josef Fürtbauer, verkündeten „konstruktive Sondierungsgespräche”.

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Die Obmänner der Alpenmilch Salzburg Genossenschaft und der Gmundner Molkerei, Robert Leitner (l.) und Josef Fürtbauer, verkündeten „konstruktive Sondierungsgespräche”.

Redaktion 25.02.2022

Milchbruderschaft Salzburg–Gmunden

Die Gespräche von SalzburgMilch und Gmundner Molkerei über einen Zusammenschluss sind weit gediehen.

SALZBURG. Am heimischen Milchmarkt nimmt die Fusion SalzburgMilch und Gmundner Molkerei Konturen an – in der Vorwoche gaben die beiden Milchverarbeiter via Presseaussendung bekannt, „vertiefende Verhandlungen über eine mögliche Zusammenarbeit” gestartet zu haben.

Anhand des Hinweises auf die Notwendigkeit einer Zustimmung der Bundeswettbewerbsbehörde gehen Brancheninsider davon aus, dass der Zusammenschluss im Raum steht.

Nummer 2 am Milchmarkt?

Im Fall der Fusion würden die beiden Unternehmen gemeinsam zum zweitgrößten Milchverarbeiter Österreichs, praktisch die Nöm AG überholen – es sei denn, als Gedankenspielerei, Nöm und Kärntnermilch würden ebenfalls zusammenrücken, was zumindest nicht denkunmöglich erscheint.

„Nach konstruktiven Sondierungsgesprächen in den vergangenen Wochen beschließen die Vorstände der Eigentümergenossenschaften der SalzburgMilch GmbH und der Gmundner Molkerei vertiefende Verhandlungen über eine mögliche ­Zusammenarbeit”, heißt es im Wortlaut der Presseaussendung.
Bisherige Gespräche auf Eigentümer-Ebene, also Salzburger Alpenmilch Genossenschaft und Gmundner Molkerei Genossenschaft, über eine engere Zusammenarbeit seien „sehr konstruktiv, aber völlig ergebnisoffen” geführt worden. Ziel sei es gewesen, zu ermitteln, ob eine Zusammenarbeit der beiden Firmen in Zukunft Vorteile bringen könnte. Nun haben die zuständigen Gremien der beiden Genossenschaften weitere Verhandlungen beschlossen.

Im Schatten der Berglandmilch

Beide Unternehmen betonen, dass sämtliche Verhandlungsergebnisse durch die Gremien bestätigt werden müssen. Durch die Fusion würde das neue Unternehmen zum zweitgrößten Milchverarbeiter des Landes aufsteigen.

Nummer 1 ist die Berglandmilch mit einem Jahresumsatz von 941 Mio. € (jeweils für 2020), gefolgt von der Nöm mit 346 Mio. €. Die Ränge 3 und 4 ­nehmen derzeit die SalzburgMilch mit 229 Mio. € und die GmundnerMolkerei mit 205 Mio. € ein. (red)

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