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Naturkäserei baut auf Nachhaltigkeit © Franz Neumayr (2)

Seit 2021 führt Gerrit Woerle das Unternehmen in fünfter Generation. Gnerationenübergreifend erfolgt auch der Ausbau der Käserei in Henndorf in Salzburg.

© Franz Neumayr (2)

Seit 2021 führt Gerrit Woerle das Unternehmen in fünfter Generation. Gnerationenübergreifend erfolgt auch der Ausbau der Käserei in Henndorf in Salzburg.

Redaktion 17.06.2022

Naturkäserei baut auf Nachhaltigkeit

Nach zwei Jahren Bauzeit geht der Ausbau der Käserei Woerle in Betrieb und verdoppelt die Produktionskapazität.

HENNDORF. Die Privatkäserei Woerle hat ihr Zwei-Generationen-Projekt mit der Inbetriebnahme der neuen Naturkäserei in Henndorf finalisiert. Auf einer Fläche von 5.000 m² können in der Endausbaustufe 10.000 t Käse im Jahr erzeugt werden – doppelt so viel wie bisher. Mit der neuen Käserei hat das Familienunternehmen auch einen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit gesetzt – produziert wird in Zukunft energieeffizienter.

Meilenstein gesetzt

Woerles definiertes Ziel: Käse aus nachhaltigem Kreislauf zu produzieren. Dem wird die Naturkäserei, in die das Familienunternehmen einen zweistelligen Millionenbetrag investiert hat, gerecht. „Für uns ist das ein Meilenstein, der es uns ermöglicht, die gesamte Produktionskette so ressourcenschonend wie möglich zu gestalten und unsere Käsespezialitäten besonders nachhaltig sowie unter Einsatz modernster Technik zu erzeugen”, freut sich Geschäftsführer Gerrit Woerle.

2019 hat er gemeinsam mit seinem Vater – der damals noch die Unternehmensleitung innehatte – mit der Projektplanung begonnen. Die Mission: Das Unternehmen mit dieser Investition zukunftsfit zu machen und in die sechste Generation zu führen. „Mit der Inbetriebnahme der neuen Naturkäserei wird es uns gelingen, sowohl qualitativ wie auch innovativ einen weiteren Schritt in eine erfolgreiche Zukunft zu machen”, so Woerle, der auch darauf verweist, dass „für unser Handeln ein möglichst ressourcenschonender Zugang ganz zentral ist”.
In der neuen Käserei setzt man auf Wärmerückgewinnung mittels Wärmeschaukeln; dazu werden Wärmequellen mit Wärmesenkern verbunden. „Je nach Produktspezifikation wird Kesselmilch erwärmt und zeitlich versetzt eine vergleichbare Menge an Molke gekühlt. Durch den Einsatz der Wärmeschaukel erwärmt nun die Molke die Milch – und kühlt dabei selbst ab”, erklärt Woerle.
Bei einer Produktionskapazität von 10.000 t Käse können auf diese Weise ca. 1.500 MWh und ca. 450 t CO2 pro Jahr eingespart werden. Darüber hinaus wird auf einem Teil der Dachfläche der Käserei eine Photovoltaik-Anlage installiert.

Positive Zentralisierung

Die Bauzeit betrug knapp zwei Jahre; aufgrund der Pandemie sowie durch den Brand im Mai 2021 hat sie sich etwas verzögert. „Dank unseres großartigen Teams, das sofort die Ärmel hochgekrempelt und an einem Strang gezogen hat, war nach knapp drei Monaten jedoch alles wieder instandgesetzt”, sagt Woerle. Bisher hatte das Unternehmen auch in einer Pachtkäserei produziert und im Umkreis Lagerflächen angemietet. Durch die Zentralisierung am Standort Henndorf werden rd. 5.000 Lkw-Fahrten im Jahr eingespart. (red)

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