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Nestlé setzt auf Klimaneutralität © APA/AFP/Fabrice Coffrini

Nestlé investiert massiv in die Nachhaltigkeit und verstärkt die Kooperation mit Bauern, die auf regenerativen Ackerbau setzen – und fördert diese entsprechend.

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Nestlé investiert massiv in die Nachhaltigkeit und verstärkt die Kooperation mit Bauern, die auf regenerativen Ackerbau setzen – und fördert diese entsprechend.

Redaktion 12.02.2021

Nestlé setzt auf Klimaneutralität

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern begegnet der Kritik durch Umweltschützer mit Ambition.

VEVEY. Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé treibt sein Ziel der Klimaneutralität voran. „Unsere Projekte in der regenerativen Landwirtschaft zeigen vielversprechende Ergebnisse”, sagt dazu Marco Settembri, Chef des Schweizer Unternehmens für Europa, den Nahen Osten und Nordafrika. Das Unternehmen will Kooperationen mit Bauern und Lieferanten ausbauen, um das angepeilte Netto-Null-Klimaziel zu erreichen.

Das Milliarden-Projekt

Nestlé werde in den kommenden fünf Jahren 3,2 Mrd. CHF (2,96 Mrd. €) für die Senkung der CO2-Emissionen investieren. Mehr als ein Drittel davon fließt in die Förderung von regenerativer Landwirtschaft in der Versorgungskette. Bei Projekten für regenerative Landwirtschaft geht es darum, die Bodengesundheit zu verbessern und Ökosysteme wiederherzustellen. Nestlé erhöhe etwa bei den Bauern die Abnahmemengen, zahle einen Aufpreis für die Produkte und beteilige sich an Investitionen.
Nestlé hatte 2019 angekündigt, bis 2030 die CO2-Emissionen zu halbieren und sie bis 2050 auf Null senken – unter Berücksichtigung des zu erwartenden Wachstums. Dazu beitragen sollen pflanzenbasierte Produkte, grüner Strom sowie optimierte Transportwege per Bahn.
Mit dem Öko-Umbau reagiert Nestlé auf Kritik von Umweltschützern, die Kaffee in Alukapseln und Wasser in Plastikflaschen monieren. Zudem lässt sich mit Umweltschutz das Image aufbessern.
Global will Nestlé in den nächsten fünf Jahren 20% seiner wichtigsten Rohstoffe aus regenerativer Landwirtschaft beziehen. „Wir haben berechnet, dass der größte CO2-Fußabdruck bei den Rohstoffen entsteht, die wir zur Herstellung unserer Produkte benötigen”, sagte Anke Stübing, Leiterin des Bereichs Nachhaltigkeit. Daher unterstütze man 500.000 Bauern weltweit, auf regenerativen Ackerbau umzustellen. (red)

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