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Nicht einfach nur Eiskaffee © Philipp Lipiarski

J. Hornig-Headbarista Barbara Bauer und Geschäftsführer Johannes Hornig.

© Philipp Lipiarski

J. Hornig-Headbarista Barbara Bauer und Geschäftsführer Johannes Hornig.

daniela prugger 17.06.2016

Nicht einfach nur Eiskaffee

Vielerorts ist kalt gebrühter Kaffee ein fester Bestandteil der Kaffeekultur. Mit dem Produktlaunch „Cold Brew” aus dem Hause J. Hornig erreicht der Trend auch Österreich.

••• Von Daniela Prugger

WIEN. „In den USA ist Cold Brew längst schon etabliert”, stellt ­Johannes Hornig bei der Präsentation der neuesten Kaffeespezialität aus dem Hause J. Hornig in Wien fest. Mit dem Launch von Cold Brew bringt das Grazer Unternehmen ein Sommergetränk auf den Markt – haltbaren, kalt gebrühten, kalorienarmen Kaffee in der Flasche. „Zunächst möchten wir mit dem Produkt vor allem in die Trendgastronomie, aber auch der Handel wird angepeilt.” Für die Zubereitung verwendet die Rösterei ausschließlich Wasser mit Raumtemperatur; während der Brühvorgang mit heißem Wasser nur maximal wenige Minuten dauert, braucht der kalt extrahierte Kaffee „18 Stunden, um sein gesamtes Geschmackspotenzial zu entfalten”, erklärt J. Hornig-Headbarista Barbara Bauer – „nur so können sich alle Aromastoffe aus dem Kaffeemehl lösen.” Damit ist Cold Brew kein Eiskaffee – aber trotzdem mehr als einfach nur kalter Kaffee, er schmeckt süßlich, fruchtig, mild.

Trend erreicht gerade Österreich

Seinen Ursprung hat Cold Brew in Japan, wo man ihn schon seit dem 17. Jahrhundert kennt. „Aus asiatischen Cafés ist Cold Brew nicht mehr wegzudenken. Einen richtigen Hype gibt es gerade in den USA; dort wird in vielen Coffee Shops schon mehr kalt gebrühter als heiß gebrühter Kaffee verkauft – sogar im Winter”, erläutert der Geschäftsführer. Wichtig bei einer Produkteinführung wie jener von Cold Brew seien ein cooles Design und modernes Marken-Image – „wir haben uns für die handliche 0,33 Liter-Flasche entschieden, als Dose wird es das Getränk nicht geben.” Zwar erreiche der Trend gerade erst Österreich, Hornig zeigt sich dennoch zuversichtlich. Der Verlauf des vergangenen Geschäftsjahrs dürfte der Zuversicht Hornigs noch zusätzlichen Aufwind verpassen: Das Umsatzergebnis von 14,7 Mio. € in 2015 bedeutet ein Plus von 9,2%. Das Unternehmen hat sich zuletzt zu einem der nationalen Top-Anbieter von Kaffee und Heißgetränken entwickelt und hat im Außer Haus-Bereich rund 5.000 Kunden.

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