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Onlinehandel gibt der Pappe Auftrieb © FWA/M. Draper (2)

PapiertigerStefan Nemeth von der Post, Metro-Chef Arno Wohlfahrter und Wellpappe-Forum-Sprecher Max Hölbl setzen auf Verpackungen aus Wellpappe.

© FWA/M. Draper (2)

PapiertigerStefan Nemeth von der Post, Metro-Chef Arno Wohlfahrter und Wellpappe-Forum-Sprecher Max Hölbl setzen auf Verpackungen aus Wellpappe.

Redaktion 27.04.2018

Onlinehandel gibt der Pappe Auftrieb

Aufgrund des boomenden eCommerce fällt die Bilanz der österreichischen Wellpappeindustrie sehr positiv aus.

WIEN. Wer Online-Handel sagt, muss auch Pappkarton sagen. Entsprechend verzeichnete die Karton-Branche 3,8% Umsatzplus in 2017. Eine Milliarde Quadratmeter des Verpackungsmaterials wurden verkauft, und der Online-Handel ist dabei der wichtigste Wachstumstreiber –jedenfalls laut dem Forum Wellpappe Austria. Sieben bis zehn Prozent der Produktion gehen bereits in den Versand elektronischer Bestellungen.

Insgesamt steigerten sieben Unternehmen mit zusammen etwa 2.000 Mitarbeitern ihren Umsatz auf 519,9 Mio. € (2016: 500,9 Mio. €); 2018 soll es laut Max Hölbl, Sprecher des Forum Wellpappe, noch einmal drei Prozent Wachstum geben. Allerdings: Aufgrund der Knappheit an Rohpapier stiegen auch die Preise um bis zu 24%.
40% der Produktion (193.000 von 478.000 t) gehen ins Ausland. Im Gegenzug werden 153.000 t Wellpappe importiert, wobei die Importmenge mit 15% stärker zugelegt hat als die heimische Produktion (+3,2%).

Metro in the Box

Wichtiger Partner der Wellpappe ist neben der Post auch der Händler Metro. Dieser handelt nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft: Remove, Reduce, Reuse, Renew und Recycle. „In unserer Verpackungsleitlinie haben wir festgelegt, dass wir die Verwendung von Recyclingmaterialien steigern sowie neue Verpackungsmaterialien – wie etwa Wellpappe – berücksichtigen, die die Umweltverträglichkeit erhöhen”, so Arno Wohlfahrter, Generaldirektor von Metro Cash & Carry Österreich. (red)

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