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Onlinehandel setzt 8 Mrd. Euro um © Arche Noah/Rupert Pessl

Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will (Bild) eröffnete gemeinsam mit Präsident Stephan Mayer-Heinisch die 20. Ausgabe des eCommerce Day.

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Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will (Bild) eröffnete gemeinsam mit Präsident Stephan Mayer-Heinisch die 20. Ausgabe des eCommerce Day.

Redaktion 11.09.2020

Onlinehandel setzt 8 Mrd. Euro um

Beim eCommerce Day wurden aktuelle Entwicklungen im Onlinehandel mit Studien, Keynotes und Talks beleuchtet.

WIEN. Für die österreichische Onlinehandelsszene und Brancheninteressierte gilt der alljährlich vom Handelsverband organisierte eCommerce Day als Pflichttermin. Heuer fand er bereits zum 20. Mal statt – coronabedingt gemeinsam mit der Technologiemesse Tech Day (Motto: „Gamechanger: Tech vs Touch”) im Studio 44 in Wien-Landstraße und unter strengen Sicherheitsvorkehrungen.

eCommerce-Studie 2020

Das dichte Tagesprogramm umfasste u.a. zwei Keynotes von Kathrin Nusser (flaconi) und Luca Cassetti (Ecommerce Europe), Podiumdiskussionen, die Verleihung der Austrian Trustmark Awards sowie der Austrian Retail Innovation Awards, zwei Studienpräsentationen und eine „Startup-Session”.

Herzstück des Treffens war die Präsentation der bundesweiten „eCommerce Studie Österreich 2020” in ihrer elften Ausgabe.Sie wartete mit einigen kleineren und größeren Überraschungen auf.
Neben einem Allzeit-Ausgabenhoch im Onlinehandel berichtet sie auch von steigenden Käuferzahlen im klassischen Versandhandel, dem in der Krise noch zusätzlich beschleunigten Trend zum Mobile Commerce und anhaltenden Startschwierigkeiten beim Voice Commerce via Amazon Echo, Google Home und Co., der trotz exponentiellem Wachstum.noch ein Nischendasein fristet.

Acht Mrd. Euro Onlineumsatz

„Die Distanzhandelsausgaben werden vom E-Commerce getragen und erreichen 2020 mit insgesamt 8,7 Mrd. Euro einen neuen Rekordwert. Von acht Mrd. Euro Onlineumsatz fallen bereits 1,2 Mrd. auf den Mobile Commerce – ein massiver Zuwachs von plus 50 Prozent.Smartphone Shopping ist damit beliebt wie nie zuvor, der ‚Brandbeschleuniger ‚ist eindeutig die Covid-Krise”, so Will.

Wermutstropfen: 54% der Distanzhandelsausgaben fließen zu ausländischen Anbietern. Will: „Die rund 13.000 heimischen Web­shops profitieren vom wachsenden Markt nur begrenzt, da mehr als jeder Zweite im Ausland bestellt und so den Kaufkraftabfluss verschärft.” Immerhin: Im Vorjahr waren es noch 57%, die Loyalität zu heimischen Shops nimmt zu, Anbieter wie shöpping.at legen zu.

D-A-CH-Vergleich

Mittlerweile fließen zwölf Prozent der Einzelhandelsausgaben der österreichischen Privathaushalte in den Onlinehandel. „Damit hat Österreich im Ländervergleich die Schweiz überholt, liegt aber weiterhin deutlich unter den 14% in Deutschland”, so Handelsverband-Vizepräsident Harald Gutschi.

Sehr gering fällt nach wie vor der Onlineumsatzanteil bei Lebensmitteln aus. Er liegt trotz Popularität in der Krise unter zwei Prozent. (haf)

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