Partnerschaften in herausfordernden Zeiten
© Staud’s
TrioDie Staud’s-Geschäftsführer Jürgen Hagenauer (l.) und Stefan Schauer (r.) mit Unternehmensgründer Hans Staud.
RETAIL Redaktion 14.04.2023

Partnerschaften in herausfordernden Zeiten

Wenn man einander kennt, ist es leichter, gerade in turbulenten Zeiten. Das weiß Staud’s Wien gut.

••• Von Georg Sander

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Regionalität und Nachhaltigkeit enorm wichtig sind. Waren es während Corona Probleme entlang der langen, internationalen Lieferketten, zeigt sich durch den russischen Angriff auf die Ukraine, wie schnell sowohl unglaubliches menschliches Leid ausgelöst werden kann, als auch die Nahrungsmittelverpflegung der Welt gefährdet wird. Und nicht zuletzt ist es der Klimawandel, der uns allen zu denken geben sollte.

Kurze Wege und Wertschöpfung in der Region machen nicht nur unabhängig von Vorkommnissen auf der Welt, sondern schonen eben auch unser Klima. Stefan Schauer und Jürgen Hagenauer, die Geschäftsführer von Staud’s Wien, wissen: „In den vergangenen Jahren haben wir eines deutlich erkannt: Dass wir mit unseren Werten und Produkten den richtigen Weg gehen. Warum? Weil unsere Produkte den Zeitgeist treffen und wir dank langjähriger, auf Respekt beruhender Partnerschaften auch in herausfordernden Zeiten punkten können.” Aber alles der Reihe nach.

Heimische Landwirtschaft

Staud’s setzt auf die Partnerschaft mit österreichischen Produzenten. „Die enge Zusammenarbeit mit unseren landwirtschaftlichen Partnern basiert seit jeher auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen”, so Schauer. Das bringe eben mehrere Vorteile mit sich. Die Lieferketten sind etwa transparent einsehbar, die Beschaffung hochwertiger Rohware sei somit leichter handlebar. Zwar treffen energiebedingte Herausforderungen auch Staud’s, aber: „Seit Anbeginn beziehen wir unsere Rohware vorrangig aus Österreich und EU-Europa.” Aufgrund kurzer Transportwege bleiben die Teuerungen im Bereich von Logistik und Transport aber überschaubar. Somit können regionalie Raritäten schnell und flexibel zu den Konsumenten gebracht werden. Die Produkte entsprechen den Anforderungen der Zeit und folgen Trends.

Nachfrage stimmt

Sie sind frei von Gluten und Laktose, chemischen Konservierungsstoffen, künstlichen Aromen und Farbstoffen, gentechnikfrei und – mit Ausnahme der Honige – auch vegan. Das passt zu den Kundenbedürfnissen.

„Wir beobachten eine starke Nachfrage nach regionalen und biologischen Produkten. Beide haben einen großen Stellenwert in unserem Sortiment, sowohl im süßen als auch im sauren Bereich”, erklärt Hagenauer. Der Bio-Anteil beträgt derzeit knapp 20% und steige stetig: „Für manche konventionellen Produkte wählen wir auch Rohware in Bio-Qualität aufgrund des Geschmacks.
So sind zum Beispiel alle unsere Apfelmus-Sorten ausschließlich aus Bio-Ware produziert. Bewusst gesüßt wird mit österreichischem Rübenzucker oder Apfelsaftkonzentrat.” Was ist sonst noch zu beobachten? Beispielsweise ein Revival des klassisch Eingelegten: „Unser Sauergemüse ist gefragter denn je.”

Neue Produkte

Somit lässt man sich immer wieder etwas einfallen – zuletzt Produkte für die kalte Jahreszeit, den Valentinstag oder aktuell die Waldheidelbeere mit Schokolade und die Herzkirsche mit Mandeln, beide anlässlich Ostern und Muttertag mit eigenem Etikett ausgestattet. Erst kürzlich zum Osterfest hat Staud’s sein Angebot an feinen Schoko-Fruchtaufstrichen um diese neue Kreation erweitert. Ebenso wie die anderen Sorten der Produktlinie Banane, Weichsel, Himbeere und Kaffee wird die Heidelbeere mit edler Grand Cru Couverture der Schweizer Manufaktur Felchlin zur Vollendung gebracht. Und zum Muttertag gibt es das weiche, besonders saftige Fruchtfleisch der dunkelroten, fast schwarzen Herzkirsche in Kombination mit Mandeln.

Es kommt, was kommt

„Was noch kommt, hängt davon ab, was noch wächst. Wir informieren aber rechtzeitig zur Erntezeit”, verweisen Schauer und Hagenauer noch einmal auf die Saisonalität. Der direkte Zugang zu seltenen Früchten und die Expertise in deren Veredelung bringen eben immer wieder Neues hervor: „Probieren Sie mal eine Quitte zum Käse oder einen erfrischenden Sanddorn-Aufstrich, ins Joghurt gerührt und Sie werden feststellen: Das Gute liegt so nah.”

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL