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Renaissance der klassischen Milch © Panthermedia.net/Andriy Popov

AngebotAls Alternative für Konsumenten mit sensibler Verdauung und Laktoseintoleranz (die sich oft hinter einer Milcheiweiß­unverträglichkeit versteckt) wird A2 Milch am Markt ­positioniert.

© Panthermedia.net/Andriy Popov

AngebotAls Alternative für Konsumenten mit sensibler Verdauung und Laktoseintoleranz (die sich oft hinter einer Milcheiweiß­unverträglichkeit versteckt) wird A2 Milch am Markt ­positioniert.

Eva Kaiserseder 02.03.2018

Renaissance der klassischen Milch

Rewe bringt einen Trend aus Übersee in die heimischen Regale: A2 Milch, exklusiv und regional produziert.

••• Von Eva Kaiserseder


WR.NEUDORF. Seit Kurzem ist sie in über 1.000 Rewe-Filialen landesweit gelistet: Die sogenannte A2 Milch. Als Auftakt werden vorerst der 1 l-Tetra Pak und das 250 g-Naturjoghurt im Kühlregal zu finden sein.

Im Gegensatz zur herkömmlichen Milch bietet die reine A2-Variante einen Benefit, der gerade für Menschen mit Unverträglichkeiten spannend sein dürfte. So soll sie eine besser verdauliche Form des Milch­eiweißbestandteils Beta Kasein enthalten als normale Milch.
Vielfach wird Milch mit diesem speziellen Eiweißprofil auch als „Urmilch” tituliert, weil sie oft von „alten” Rassen stammt Welche Kühe heute diese Milch geben, ist übrigens eine Sache der Genetik. Gründungspartner der heimischen „A-zwei Milchproduktionsgemeinschaft” sind die beiden oberösterreichischen Bauernfamilien Wallner und Reingruber, die schon seit Generationen Milchwirtschaft betreiben.
Bei den Wallners steht klassisches Fleckvieh im Stall, vor der Umstellung auf A2 Milch wurden alle Kühe zum DNA-Test geschickt, um zu testen, welche Variante des Beta-Kaseins sie produzieren.
Insgesamt 60.000 € haben die beiden Bauernfamilien für die Umstellung des Tierbestands auf A2-Vieh ausgegeben. „Wir wirtschaften im Vollerwerb und glauben, dass dieses Produkt absolut Zukunft hat”, so Maria Wallner. Das Ziel beider Erzeuger ist klar: „Wir wollen wieder mehr Konsumenten zur Milch bringen.”

Vorreiter Neuseeland

Schaut man nach Neuseeland, Australien oder in die USA, ist diese Hoffnung durchaus berechtigt; gerade Neuseeland gilt als „Erfinder” der A2 Milch, dort gab es einen regelrechten Hype um das als so gesund gepriesene Getränk. Ein Ende des Erfolgsruns ist derzeit keines in Sicht, mittlerweile toppen die Marktanteile sogar jene der Biomilch. Ob der gesundheitliche Nutzen der A2 Milch allerdings wirklich so groß ist, wie Hersteller und Vermarkter meinen, dafür fehlen momentan noch die ganz großen, aussagekräftigen Studien.Bayern Genetik-Geschäftsführer und A2-Pionier Thomas Grupp zeigt sich im Gespräch mit dem Fachmedium top agrar jedenfalls überzeugt von deren Erfolg: „Ich verfolge das Thema A2 seit über zehn Jahren und kenne zahlreiche Erfolgsgeschichten persönlich. Diese Milch ist für einige Menschen definitiv bekömmlicher und bringt Verbraucher zurück zur Milch.”

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