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Schlecker-Prozess könnte bald starten APA / dpa / Stefan Puchner

Anton Schlecker

APA / dpa / Stefan Puchner

Anton Schlecker

Redaktion 21.11.2016

Schlecker-Prozess könnte bald starten

Anton Schlecker drohen bis zu zehn Jahre Haft. Er soll mithilfe von Familienmitgliedern zweistellige Millionenbeträge beiseitegeschafft haben.

STUTTGART. Der Prozess gegen den einstigen deutschen Drogeriemarktkönig Anton Schlecker und seine Familie wegen möglicher Straftaten im Zusammenhang mit der Schlecker-Pleite könnte im Februar 2017 vor dem Stuttgarter Landgericht beginnen. Der vorsitzende Richter habe dafür den 22. Februar ins Auge gefasst, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag vorab unter Berufung auf beteiligte Anwälte. Das Gericht wollte sich zu dem Bericht auf Anfrage nicht äußern.

Die Staatsanwaltschaft wirft Schlecker in ihrer Klageschrift unter anderem vor, bei der Pleite im Jahr 2012 Vermögenswerte in zweistelliger Millionenhöhe beiseitegeschafft zu haben, seine Ehefrau und seine beiden Kinder sollen ihm dabei geholfen haben. Den Kindern wird darüber hinaus vorgeworfen, als faktische Geschäftsführer eines Logistikunternehmens dieses um mehrere Mio. € geschädigt zu haben. Schlecker, die einst größte Drogeriemarktkette Deutschlands, hatte im Jänner 2012 Insolvenz angemeldet – rund 25.000 Beschäftigte in ganz Deutschland verloren durch die Pleite ihren Arbeitsplatz.

Schlecker war auch in Österreich sehr aktiv gewesen. Als auch hierzulande die Rollbalken heruntergingen, übernahm die Filialen die neu gegründete Firma dayli, die schon nach sehr kurzer Zeit scheiterte. Von den Ankündigungen des dayli-Chefs Rudolf Haberleitner blieb nichts übrig. (APA)

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