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Schon 2,5 Mio. Kunden nach nur einem Jahr © Payback
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Redaktion 19.04.2019

Schon 2,5 Mio. Kunden nach nur einem Jahr

Interview mit Payback-Chef Walter H. Lukner: Wohin die digitale Reise führt und wer davon profitiert.

WIEN. Mit dem gemeinen österreichischen Konsumenten ist es nicht immer leicht. Neues wird gern überkritisch beäugt, Gewohntes und Liebgewonnenes höchst ungern ersetzt. ­Payback schaffte es in kürzester Zeit, sich vom „Neuen” zum „Liebgewonnenen” zu entwickeln. Über den österreichischen Markt, Bonusprogramme und ­Payback konkret sprach medianet mit Walter H. Lukner, Geschäftsführer von ­Payback Austria.

medianet:
Was ist eigentlich die Grundidee von ­Payback? Wie funktioniert diese Idee für den Endverbraucher, wie für einen ­Payback-Partner?
Walter H. Lukner: Die Grundidee ist, mit nur einem Programm bei vielen Partnern Vorteile zu erhalten. Das soll einfach sein für den Kunden, das heißt er hat entweder seine ­Payback-Karte oder seine ­Payback-App und kann dort bei jedem Einkauf Punkte sammeln. Jeder Einkauf soll sich für unsere Kunden lohnen – nach unserem Motto ‚Make every trans­action a rewarding experience'. Und auch für die Partner soll die Kooperation einfach sein. ­Payback stellt sicher, dass alles funktioniert – von der Technik bis hin zu insbesondere Datenschutz und Datensicherheit. Dafür haben die teilnehmenden Unternehmen die Chance, alle Kanäle von ­Payback zu nutzen, dadurch erzielen sie eine Reichweite, die sie alleine mit einem Single-Partnerprogramm nicht erreichen würden.

medianet:
Worin bestehen aus Ihrer Sicht heute die größten Herausforderungen des Handels? Und welchen Beitrag kann ­Payback hier anbieten?
Lukner: Wenn ich jetzt vom ­stationären Handel ausgehe, kennt der Handel seinen Kunden nicht – es ist aber die Heraus­forderung in Zeiten digitaler Revolution seinen Kunden zu kennen. Die für sie relevanten Angebote zu erhalten und dabei zu sparen, ist ein guter Grund für Kunden, Karte oder App einzusetzen, und Partner können wiederum so mit jeder Transaktion mehr über ihre Kunden lernen. ­Payback als neutraler Dienstleister in der Mitte stellt dabei den Datenschutz für die Kunden sicher. Denn wir ­anonymisieren die Kunden­daten im Kreis der Partner­unter­neh­men.

 

medianet: ­Payback bringt ja fast 20 Jahre Erfahrung mit Loyalitäts-Programmen in elf Ländern mit. Seit über einem Jahr sind Sie auch in Österreich. Lassen sich diese Erfahrungen gut auf den österreichischen Markt übertragen? Oder sind wir wieder ganz anders?
Lukner: Die Grundzüge von ­Payback sind in jedem Land gleich – sprich eine Karte oder App, viele Partner. Der Markt hier ist jedoch insofern spannend, weil der österreichische Kunde sehr Loyalty-affin ist. Wir wussten das auch aus eigener Marktforschung vorab und haben nach dem Launch schnell gesehen, dass dem tatsächlich so ist. Wir haben nach einem Jahr bereits 2,5 Millionen aktive Kunden – das zeigt uns, dass die Österreicher großes Interesse am Punktesammeln haben. Und, wenn ich das jetzt mit Deutschland vergleiche, sind Herr und Frau Österreicher sehr digital und mobil unterwegs, unsere Online-Angebote und die App werden auch stark genutzt.

medianet:
Wie unterscheidet sich ­Payback von anderen Bonusprogrammen, zum Beispiel von jö?
Lukner: ­Payback selbst ist kein Handelsunternehmen. Wir sind eine neutrale Plattform, die für alle Partner das Beste herausholt. Es ist in unserer DNA verankert, alle Partner in ihren jeweiligen Strategien zu unterstützen. Insofern funktioniert ­Payback als ein Gesamtsystem, von dem alle Beteiligten profitieren. Zudem unterscheiden uns natürlich zwei Jahrzehnte Erfahrung beim Aufsetzen, Betreiben und Abwickeln großer Multipartner-Programme, und das international. Dieses Know-how mit Big Data bei vollem Datenschutz für die Kunden kann uns keiner nehmen.

medianet:
Worauf führen Sie die besonders positive Entwicklung von ­Payback in den letzten 20 Jahren zurück?
Lukner: Es ist die Mischung aus richtigen Partnern, einfacher Nutzung und spürbarem Mehrwert. Es gibt keine großen Hemmschwellen, man kann die ­Payback-Karte oder -App sofort einsetzen und mit den Punkten kommt der Appetit. Im Gebrauch kommt man am besten darauf, wie man möglichst viel sammelt und wo die Vorteile sind. Wir auf der anderen Seite bieten mit unseren Coupons immer relevante Angebote, die auf den einzelnen Kunden maßgeschneidert sind. Das nimmt er natürlich gerne an.

medianet:
Apropos Angebot: Wird es bei uns auch einmal eine ­Payback-Karte mit Kreditkartenfunktion geben?
Lukner: Das ist eine Ergänzung, die Sinn macht. Unsere Mutter ist ja American Express. Die ­Payback-Kreditkarten sind für Kunden auch deshalb interessant, weil sie dann beim Einkaufen und Bezahlen ein noch viel weiteres Feld haben und noch mehr Punkte sammeln können.

 

medianet: Welche Themen sind ­Payback noch wichtig?
Lukner: Datenschutz und Datensicherheit sind ganz wichtige Themen für uns. Das muss funktionieren, das gehört ebenso zu unserer DNA. Wir verkaufen keine Daten an Dritte, wir geben keine Daten an Dritte weiter. Die Daten werden auch innerhalb des ­Payback-Verbundes anonymisiert. Wir haben uns kürzlich vom TÜV auch in Österreich zertifizieren lassen, das war uns sehr wichtig.

medianet:
Was sind Ihre Pläne, Ihre Ziele in den nächsten Jahren? Wohin führt die digitale Reise?
Lukner: Wir arbeiten daran, noch mehr Partner zu bekommen und werden unser Geschäft konsequent weiter ausbauen, dicht an den Bedürfnissen unserer Kunden.

Heute sehen wir, dass die App das zentrale Element und ein Smartphone immer mehr das Device der Wahl ist. Wir werden sehen, wo uns die digitale Reise hinführen wird: Was den Kunden Freude macht, das macht auch uns Freude. Und was ihm wichtig ist, das erfüllen wir. Punkt.

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