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Shopping City Seiersberg: Entscheidung verschoben © APA/Erwin Scheriau
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Redaktion 10.03.2020

Shopping City Seiersberg: Entscheidung verschoben

Die Sonderraumordnungsbeirat wurde vertagt; neuer Termin noch unklar.

GRAZ / SEIERSBERG. Der Sonderraumordnungsbeirat in der Steiermark, der am Montag den möglichen künftigen Weg für die gesetzliche Grundlage für die Shopping City Seiersberg vorgeben sollte, hat seine Entscheidung vertagt. Es wird ein neuer, weiterer Termin einberufen, hieß es seitens des Landes Steiermark. Über die Hintergründe wurde nicht viel bekannt, aber die Sitzung soll alles andere als ruhig verlaufen sein.

Der Beirat sollte eigentlich eine Empfehlung für die Landesregierung finden, die dann einen Beschluss fassen könnte. Doch dazu kommt es nun vorerst nicht. Die Shopping City Seiersberg (SCS) ist das größte Einkaufszentrum der Steiermark. Sie liegt südlich von Graz in der Gemeinde Seiersberg-Pirka an der Autobahn (A9) und hat rund 85.000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Der Komplex besteht eigentlich aus fünf Häusern, die durch Brücken – sie werden rechtlich als sogenannte Interessentenwege geführt – verbunden sind. Mittels der Interessentenwege können Kunden direkt unter Dach von Gebäude zu Gebäude gehen. Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hob diese Rechtskonstruktion aber auf, das Land reagierte daraufhin mit einem neuen Straßengesetz.

Demnächst wird der VfGH aber auch bei der "Reparatur" entscheiden, ob diese verfassungswidrig war oder nicht; die Zeichen deuten eher auf nicht ordnungsgemäß hin. Das würde bedeuten, dass die Verbindungen abgerissen werden müssten oder gar das Einkaufszentrum schließen muss – außer es wird eine neue gesetzliche Grundlage gefunden. Diese könnte eine Einzelstandortverordnung sein, die bereits seit Jahren immer wieder genannt wurde. Offenbar konnte sich der Beirat am Montag auf eine solche Einzelstandortverordnung nicht einigen. (red)

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